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Heimatgeschichte auf 384 Seiten

24. Band des Eichsfeld-Jahrbuches Heimatgeschichte auf 384 Seiten

Zeitreise in die Heimatgeschichte: Der 24. Band des Eichsfeld-Jahrbuches, der am Sonnabend während einer Autorenkonferenz in Renshausen vorgestellt worden ist, beinhaltet 17 Beiträge zur Historie der Region.

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Quelle: Hartwig

Renshausen. 19 Autoren haben an der 384 Seiten umfassenden Publikation mitgewirkt, die der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde und der Heimatverein „Goldene Mark“ herausgeben. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Gerold Wucherpfennig, informierte Schriftleiter Torsten W. Müller über die Inhalte. Eine Untersuchung aus hausärztlicher Perspektive zum Thema „Sterben, Sterbebegleitung und Tod auf dem Eichsfeld – Das Lebensende in einer katholisch-ländlichen Region“ gehört ebenso dazu wie ein Beitrag über den Aufbau der Hitlerjugend von 1933 bis 1936 im Eichsfeld.

Mehrere Beiträge haben direkten Bezug zum Untereichsfeld. So widmet sich Ulrich Husong der Frage, ob Duderstadt im Jahre 562 gegründet wurde. Sandra Kästner befasst sich in ihrem Artikel mit dem Eichsfelder Realisten, Impressionisten und Expressionisten Georg Greve-Lindau. Mit der Göttinger Pfandschaft über das Dorf Renshausen 1465-1487 und dem Scheitern spätmittelalterlicher „Strukturförderung“ im ländlichen Raum setzt sich Arne Butt auseinander. In einem „Krisenbericht“ informierte er während der Buchpräsentation über das Eichsfelddorf im Spiegel Göttinger Stadtrechnungen der damaligen Zeit.

Viele Bezüge zur Gegenwart

„So weit weg scheint das Mittelalter der heutigen Zeit gar nicht zu sein“, sagte der Referent. „Auch heute sehen wir eine Krise des ländlichen Raums“, erläuterte Butt und verwies auf sinkende Einwohnerzahlen, zumindest in Dörfern, die nicht zum Speckgürtel urbaner Zentren gehörten. Aus der Geschichte könne man lernen, dass „im ländlichen Raum die Zeit nie still stand und steht, er ist ständig Veränderungen ausgesetzt“. Kluge Ideen, neue Impulse und Arbeitsfelder seien in den Dörfern gefragt.

Das Eichsfeld-Jahrbuch 2016 kann im Buchhandel und beim Verlag Mecke Druck in Duderstadt bezogen werden.

Bleibendes für die Heimatforschung

Das Eichsfeld-Jahrbuch wird seit 1993 vom Verein für Eichsfeldische Heimatkunde gemeinsam mit dem Heimatverein Goldene Mark herausgegeben. Als Ergänzung zur Monatszeitschrift Eichsfeld, die mehr für die laufende und aktuelle Berichterstattung aus der eichsfeldischen Heimat zuständig ist, hat das Eichsfeld-Jahrbuch die Aufgabe der wissenschaftlichen Dokumentation. Abgehandelt werden auch umfangreichere Themen, die für die Heimatforschung von bleibendem Wert sind.

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