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Jungtier-Versorgung vor großem Publikum

4. Obernfelder Storchenfest Jungtier-Versorgung vor großem Publikum

"Ich habe das Gefühl, die Störche warten schon auf ihr Publikum. Stören lassen sie sich von den Menschen jedenfalls nicht." Thomas Ehbrecht, Initiator des 4. Storchenfestes in Obernfeld, war zufrieden mit der Besucher-Resonanz und auch dem Auftritt "seiner" Störche.

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Quelle: Kracht

Obernfeld. Etwa 500 Gäste aus Obernfeld und den umliegenden Orten waren gekommen, um sich die fünfköpfige Storchenfamilie aus der Nähe anzuschauen. Die Jungtiere sind inzwischen so alt, dass sich beide Eltern auf Nahrungssuche machen können, um den Nachwuchs zu ernähren. Nach etwa einer halben Stunde kehrt das Elternpaar zurück und versorgt seine jungen Störche mit dem, was sich auf den umliegenden Wiesen und Feldern fangen lässt sowie frischem Wasser. "Mir haben heute Landwirte erzählt, dass die Störche bei der Ernte der Gerste neben dem Mähdrescher hergelaufen seien und auf Mäusejagd gegangen sind", berichtet Ehbrecht.

Was 1996 auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Gieboldehausen begonnen hat, hat inzwischen größere Dimensionen angenommen. Das Eichsfeld ist zu einer Storchen-Region geworden – dank vieler speziell aufgestellter Nisthilfen in den Dörfern. "Die Storchenpopulation wächst jährlich um etwa zehn Prozent", erzählt Ehbrecht, der dafür nicht nur die optimalen Brutplätze, sondern auch die vielen Biotope rund um den Seeburger See sowie die Flüsse Hahle, Rhume und Suhle verantwortlich macht. Hinzu kam "optimales Storchenwetter" in diesem Jahr mit ausreichend Regen, sodass viel Futter für die Tiere vorhanden war.

In Obernfeld drehte sich am Sonntagnachmittag vieles um den Storch, aber nicht alles. Jede Menge Familien, aber auch viele Senioren waren gekommen und hatten viel Hunger mitgebracht. Neun Bleche voller Kuchen waren um 16 Uhr schon leergegessen, das Grillgut neigte sich gegen 17.30 Uhr dem Ende entgegen. Voll besetzte Planwagen, die rund um den Ort fuhren und gut besetzte Mal-Tische für kreative Kinder - an alle Altersklassen war gedacht. Viele Kinder nutzten die Schmink-Aktion, um sich zum Storch "verwandeln" zu lassen oder tobten auf der Hüpfburg. Beim Infomobil der Duderstädter Jägerschaft konnte der Tastsinn geprüft werden. Ehbrecht kann sich inzwischen auf ein eingespieltes Helferteam verlassen, in dem "jeder weiß, was genau zu tun ist". Einen festen Termin hat dieses Fest nicht: "Immer irgendwann Mitte Juli. Wir wollen nicht mit der Germershäuser Wallfahrt und auch nicht mit der Gersten-Ernte kollidieren."

Ab heute haben die Störche wieder Ruhe rund um ihr Nest. Mitte August wird der Nachwuchs mit einer großen Gruppe Jungstörche in Richtung der Winterquartiere ziehen. Zwei Wochen später folgen die Eltern. Und dann beginnt das Warten, ob das Storchenpaar 2018 zum dritten Mal in Folge ins Obernfelder Nest einziehen wird.

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