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Theater vom Dorf

Boat People Projekt Theater vom Dorf

Unter dem Motto „Unser Dorf soll sich abheben!“ möchte das freie Theater Boat People Projekt aus Göttingen an vier Orten im Landkreis Göttingen ein Theaterstück proben. Am Dienstagabend gab es in Gieboldehausen für die Gruppe, die hier entstehen soll, das erste Informationstreffen.

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Die Verantwortlichen und Teilnehmer wollen gemeinsam Szenen aus Gieboldehausen für das Stück erarbeiten.

Quelle: ve

Gieboldehausen. Im Vorfeld waren Nina de la Chevallerie und Charlotte Brandenburg, die das Projekt in Gieboldehausen betreuen, im Dorf unterwegs, um die Menschen noch einmal persönlich auf das Projekt aufmerksam zu machen. Unterstützt wird das derzeitige Theaterprojekt vom Landkreis Göttingen. „Zu unseren Treffen können auch die Menschen aus den umliegenden Dörfern kommen“, hofft de la Chevallerie auf viele Teilnehmer. Fünf potenzielle Darsteller ließen sich beim ersten Treffen im Restaurant Amtsrichter das Projekt vorstellen.

„Wir wollen mit unserem Stück die Besonderheiten eines Ortes herausfinden. Dazu zählen auch die Stärken und Schwächen, die das jeweilige Dorfleben hat“, erklärt de la Chevallerie. Bei allen vier Orten soll aber auch geguckt werden, ob es Gemeinsamkeiten gibt, die man als eine Art Landkreiskultur ansehen kann. „Wir wollen bei unseren Treffen Situationen herausarbeiten, aus denen sich eine Szene für das Theaterstück schreiben lässt“, sagt de la Chevallerie. Denn, noch gibt es kein fertig erarbeitetes Stück, dies soll erst in den kommenden Wochen bis Anfang Januar aus einzelnen Szenen zusammengeschrieben werden. „Wir arbeiten hier mit viel Improvisation und unsere Dramaturgin wird einzelne Szenen dann verschriftlichen“, sagt de la Chevallerie. Hierbei werde sie vor allem auf wiederkehrende Motive in den Gesprächen und Szenen achten. Dies sei für die Teilnehmer leichter, denn so haben sie die Gelegenheit das Stück mitzuentwickeln und sie könnten sich so besser in das Stück hineinversetzen. Gleich beim ersten Treffen wollte de la Chevallerie von den Teilnehmern wissen, was ihnen an Gieboldehausen gefällt und was nicht. Die genannten Orte möchte sie besuchen, um zu gucken, ob sich diese mit in das Stück einbeziehen lassen. Denn das Stück, das im März kommenden Jahres aufgeführt werden soll, soll aus den Ideen der Teilnehmer und dem künstlerischen Handwerk der Projektleiter entstehen. In Gieboldehausen unterhielten die Teilnehmer sich dann auch gleich darüber, welche Orte schön und welche eher hässlich sind aus ihrer Sicht.

Für das fertige Stück, bei dem dann die Teilnehmer von allen vier Orten gemeinsam auf der Bühne stehen werden, sind die Verantwortlichen derzeit noch auf der Suche nach einer geeigneten Spielstätte. „Wir möchten keine klassische Bühne, sondern lieber zum Beispiel ein leer stehendes Gebäude, in dem wir in mehreren Räumen spielen können“, erklärt de la Chevallerie. Die Projektleiter hoffen, dass sich an allen vier Orten, außer Gieboldehausen sind dies noch Besenhausen, Sattenhausen und Güntersen, jeweils etwa zehn Personen finden, die Interesse haben das Stück mitzuentwickeln. „Wir werden uns hier in Gieboldehausen immer dienstags von 19 bis etwa 20.30 Uhr treffen“, sagt de la Chevallerie.

Von Vera Wölk

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