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Fahrplan für Senioren entsteht

Gieboldehausen Fahrplan für Senioren entsteht

Die 18-jährige Dorf-FSJlerin Luna Marie Quinque will mit ihrem ersten Projekt dazu beitragen, die Mobilität älterer Menschen zu fördern. Sie erstellt eine seniorengerechte Übersicht über die innerörtlichen Busverbindungen der Linie 170, die Thema im Kulturausschuss des Fleckenrates war.

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Die Bushaltestelle Hahlestraße ist zentral im Ortskern.

Quelle: Arne Bänsch

Gieboldehausen.. Die 18-jährige Dorf-FSJlerin Luna Marie Quinque will mit ihrem ersten Projekt dazu beitragen, die Mobilität älterer Menschen zu fördern. Sie erstellt eine seniorengerechte Übersicht über die innerörtlichen Busverbindungen der Linie 170 Göttingen - Gieboldehausen - Duderstadt, mit der sich der Kulturausschuss des Fleckenrates befasst hat.

„Die Busfahrpläne, die existieren, sind sehr klein geschrieben“, erklärte Quinque im Sitzungssaal des Gieboldehäuser Rathauses. „Da muss man schon mit dem Finger an der Linie lang gehen, damit man sich nicht verliest“, meinte die Gieboldehäuserin. Für den ersten, von ihr in großer Schrift ausgedruckten und teilweise farbig unterlegten Entwurf habe sie im Internet auf der offiziellen Seite des Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen recherchiert.

Vier Stationen im Ortskern

Die während der Sitzung an Mitglieder des Kulturausschusses und Besucher der öffentlichen Sitzung verteilte Übersicht macht deutlich, wann an welchen Wochen- und Feiertagen die Busse an den Stationen Göttinger Landstraße, Hahlestraße, Schulzentrum und Martin-Luther-Ring abfahren. Leicht nachvollziehbar sieht der Betrachter auch, welche Unterschiede es zwischen Schul- und Ferientagen gibt und welche abweichenden Regelungen an Heiligabend und Silvester gelten. Ergänzt werden solle der Entwurf noch mit Informationen zu den Kosten der innerörtlichen Fahrten, kündigte Quinque an, die in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr für Gieboldehausen zuständig ist.

„Die Idee ist, Mobilität für Senioren herzustellen und Mobilität ist nicht nur ein Taxi“, sagte Flecken-Bürgermeisterin Maria Bock (CDU). Es könne auch einfach der örtliche Bus sein, „der jeden Tag mehrere Male von A nach B, von B nach C oder von C nach A fährt“. Wichtig sei, dass die Senioren wissen, dass sie zum Beispiel am Martin-Luther-Ring einsteigen und bis zur Göttinger Landstraße fahren könnten. Es gebe „vielfältige Fahrmöglichkeiten auch in Gieboldehausen“, fasste Bock zusammen. Die Übersicht mache deutlich, „dass stündlich ein Bus fährt“, erklärte Ausschussmitglied Hans-Georg Laake (CDU).

Flyer beinhaltet lesbare Übersicht

Ein Ziel des Projektes sei, die Senioren dabei zu unterstützen, „dass sie möglichst alleine lange selbstbestimmt leben können“, sagte Verwaltungsvertreterin Karin Wilde. Ihnen solle eine einfach lesbare Übersicht in Form eines Flyers an die Hand gegeben werden, die zeige, wie sie sich innerörtlich bewegen können. „Wir werden versuchen, die Übersichten noch etwas komprimierter für die Senioren darzustellen“, betonte Wilde. Fahrgäste müssten bis zum nächsten Ort zahlen, „weil die innerörtlichen Haltestellen im System nicht hinterlegt sind“, beklagte sie. Für potenzielle Fahrgäste sei dies „teilweise schon ein Hindernis und nicht so ganz nachvollziehbar“.

„Wenn jemand von der Schule wegfährt, muss er bis Wollbrandshausen zahlen, auch wenn er nur bis zur Hahlebrücke fährt“, machte Angelika Rohland (Freie Wähler Gemeinsam für Gieboldehausen) die Problematik deutlich. In Gegenrichtung müsste nach Wildes Aussage bis Rollshausen ein Fahrschein gelöst werden. „Wir wollen recherchieren, ob wir über den ZVSN oder den Landkreis Bewegung reinbringen können, dass auch ein Tarif für innerörtliche Verbindungen eingeführt werden kann“, kündigte Wilde an.

Von Axel Artmann

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