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Symbol einer Sehnsucht

Friedenslicht in die St.-Laurentius-Kirche Symbol einer Sehnsucht

Zu den Klängen des Kanons „Mach Dich auf und werde Licht“ haben die Pfadfinder des Stammes St. Laurentius Gieboldehausen am Dienstagabend das Friedenslicht aus Bethlehem in die St.-Laurentius-Kirche getragen. Am Sonntagabend hatten sie es am Bahnhof in Göttingen abgeholt.

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Pfarrer Matthias Kaminski erläutert die Bedeutung des Friedenslichtes, das für die nächsten Wochen in der St.-Laurentius-Kirche brennen soll.

Quelle: Swen Pförtner

Gieboldehausen. „Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass die Pfadfinder uns das Licht aus Bethlehem bringen“, begrüßte Pfarrer Matthias Kaminski die Besucher in der Kirche. Die Aktion stehe in diesem Jahr unter dem Motto „Frieden gefällt mir“. Verbunden damit sei der Wunsch an alle Friedenspfadfinder, sich über das Internet und soziale Netzwerke auszutauschen und zu vernetzen. „Das Netz verbindet alle Menschen und kann dazu beitragen, dass die Idee des Friedenslichtes wahr werden kann“, so Kaminski.

Die Tradition des Friedenslichtes wurde 1986 in Österreich begonnen, berichtete der Pfarrer. So werde in jedem Jahr am dritten Advent eine Kerze in Jesu Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und nach Wien gebracht. Von dort werde das Licht per Zug an 30 Aussendungsorte geschickt. Die Pfadfinder stünden für diese Aktion und sorgten dafür, dass es am Ende in allen Haushalten brennen könne.

„Das Friedenslicht ist das Symbol einer Sehnsucht nach Frieden“, so Kaminski. Es sei aber kein magisches Zeichen, dass den Frieden herbeizaubere. Vielmehr erinnere es daran, dass die Menschen sich selbst für den Frieden einsetzen müssten. Jeder habe Möglichkeiten, sagte der Pfarrer. Es beginne bereits damit, wie die Menschen miteinander umgingen und welche Wörter sie im Umgang miteinander gebrauchen würden.
„Frieden beginnt da, wo wir die Hände und Arme öffnen“, erinnerte Kaminski an eine Geschichte aus seiner Kaplanzeit. Damals habe am Heiligabend im Anschluss an die Weihnachtsfeier mit den Kindern ein Junge an seiner Soutane gezupft, als sie sich um die Krippe versammelten. Der Junge habe ihn darauf hingewiesen, dass das Jesuskind lache und die Arme weit geöffnet habe. Die Menschen aber würden die Arme verschränken oder abweisend nach vorn strecken. „Diese Begegnung am Heiligabend habe ich nie vergessen“, so Kaminski, der einräumte, dass das Licht von Bethlehem „erstmal nur das Licht einer Kerze ist“. Auf den zweiten Blick werde aber deutlich, dass es mehr sei.

„Das Licht von Bethlehem sagt uns, es lohnt sich für den Frieden einzusetzen“, erläuterte der Pfarrer. Und so könne durch die Idee, die 1986 entstand und sich über viele Länder verbreitet habe, wahr werden, was die Engel am Heiligabend auf den Feldern sangen: „Friede den Menschen auf der Erde“. „Und keine Zeit des Jahres zeigt uns so deutlich, dass vieles möglich ist zwischen Menschen“, erinnert Kaminski an die Bedeutung des Weihnachtsfestes.

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