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Kombiklasse nicht ausgeschlossen

Grundschule Krebeck/Bodensee Kombiklasse nicht ausgeschlossen

In der Grundschule Krebeck/Bodensee ist zum Schuljahresbeginn 2017/2018 keine erste Klasse eingeschult worden. Die Situation der Schule gehört am Donnerstag, 28. September, zu den Themen der öffentlichen Sitzung des Samtgemeinderates Gieboldehausen.

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Quelle: GT

Gieboldehausen. Prinzip der Ringschule ist, dass Erst- und Zweitklässler in Bodensee und Dritt- und Viertklässler in Krebeck unterrichtet werden. Die zweite Klasse werde von elf Kindern, die dritte von 14 und die vierte von elf Kindern besucht, erklärt Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Die vier Inklusionskinder würden doppelt gezählt und seien in den Zahlen berücksichtigt.

Jahrgangsübergreifende Kombiklasse nicht ausgeschlossen

Für das Schuljahr 2018/19 lägen an der Grundschule acht Anmeldungen vor. Zwölf Kinder aus Bodensee und Krebeck seien an der Grundschule Bilshausen angemeldet worden. Sollten zum kommenden Schuljahr wieder Erstklässler in der Ringschule aufgenommen werden, sei die Bildung einer jahrgangsübergreifenden Kombiklasse „nicht auszuschließen“, sagt Ahrenhold.

Zur Akzeptanz von Kombiklassen, in denen Kinder aus verschiedenen Jahrgängen gemeinsam unterrichtet werden, hat die Samtgemeinde die Eltern der Kinder, die bis zum Jahr 2020/21 schulpflichtig würden und der ersten beiden Grundschuljahrgänge in Krebeck und Bodensee befragt. Mehr als die Hälfte der verteilten 100 Fragebögen seien zurückgekommen. 18 Eltern hätten Kombiklassen abgelehnt, 17 zugestimmt. Die Erziehungsberechtigten von vier Kindern, die 2018/19 eingeschult werden, hätten angegeben, ihre Kinder auch in kombinierten Klassen beschulen zu lassen.

Die Niedersächsische Landesschulbehörde halte wegen der Entwicklung der Schülerzahlen „schulorganisatorische Maßnahmen“ für erforderlich, wie sie per Mail mitgeteilt habe. Zwar sei „zum einen im Primarbereich darauf zu achten, dass die Schulwege für die Grundschulkinder möglichst kurz bemessen sind“. Andererseits müsse auch der Träger der Schulbeförderung dafür sorgen, dass sie „gegebenenfalls an Schulorte in zumutbarer Weise befördert werden, wenn der Schulort sich außerhalb des Wohnortes befindet“.

Die zumutbare Wegzeit - zu Fuß oder mit dem Öffentlichen Personennahverkehr - betrage laut Rechtssprechung höchstens 60 Minuten. „Auch eine Reduzierung der Anzahl von gegenwärtig fünf Grundschulen in der Samtgemeinde Gieboldehausen dürfte mit diesen Grundsätzen vereinbar sein“, heißt es in dem Schreiben.

Nicht unterhalb der Einzügigkeit

Ahrenhold ergänzt, dass in der Schulorganisationsverordnung für Grundschulen eine Mindestzügigkeit von einer Klasse pro Jahrgang festgelegt sei. Eine Grundschule, die nicht einzügig geführt werden könne, dürfe demnach nur fortgesetzt werden, wenn anderenfalls die Schulwege ungünstiger würden oder es die Entwicklung eines regional ausgeglichenen Bildungsangebotes erfordere. Dies treffe im Falle der Ringschule nicht zu, sie dürfe also nicht unterhalb der Einzügigkeit fortgesetzt werden.

Weitere Themen der Sitzung, die um 18.30 Uhr im Sitzungssaal, Hahlestraße 1, beginnt, sind unter anderem ein Antrag der Gruppe SPD/UW/Grüne über die Zusammenstellung der Daten aller Grundschulen der Samtgemeinde und die Ernennung und Entlastung von Funktionsträgern der Freiwilligen Feuerwehren.

Von Axel Artmann

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