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Berufsberatung mit Tablet

KGS Gieboldehausen ist Modellschule Berufsberatung mit Tablet

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hat ein neues Format. An der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen (KGS) arbeitete Berufsberater Tobias Steinmetz mit Schülern einer neunten Klasse erstmals an Tablets.

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Berufsberatung mit dem Tablet.

Quelle: Niklas Richter

Gieboldehausen. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hat ein neues Format. An der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen (KGS) arbeitete Berufsberater Tobias Steinmetz mit Schülern einer neunten Klasse erstmals an Tablets.

„Wir haben 30 Tablets, die in der Regionaldirektion in Hannover stationiert sind“, sagte Steinmetz. Dies sei das Nachfolge-Modell des Projektes Berufsinformation mobil. Vier Tage lang hatten jetzt die 133 Schüler der neunten Klasse aus allen drei Schulzweigen die Gelegenheit zu gucken, welcher Beruf für sie geeignet ist. Bevor die Schüler aber an die Tablets kamen, erarbeitete Steinmetz worauf sie bei der Wahl eines Berufes achten müssen. Hierbei solle vor allem das Interesse an zum Beispiel Autos, sowie die eigenen Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen. Zudem solle der Beruf, den man ausüben will, auch Spaß machen. Doch sollte dieser bei der Berufswahl nicht zwingend im Vordergrund stehen. Steinmetz erklärte den Neuntklässlern zudem, dass es manchmal Gründe gibt, warum der Traumberuf nicht ergriffen werden kann. „Dies können zum Beispiel gesundheitliche Einschränkungen sein“, sagte er.

Mehrere Berufen genauer angucken

Im Anschluss daran kamen die Tablets zum Einsatz, hier galt es zunächst anhand von 111 Bildern im Programm „Berufeentdecker“ herauszufinden, was den Jugendlichen gefällt und was nicht. „Hierbei sollen die Nutzer ihre Interessen und Fähigkeiten genau beschreiben. Auf Basis dieser Angaben wird dann ein passender Beruf ermittelt“, sagte Steinmetz. In einem zweiten Programm testeten die Schüler, ob der ermittelte Beruf tatsächlich zu ihnen, hierbei wurden auch die schulischen Voraussetzungen miteinbezogen, passt. „Wichtig ist, dass die Schüler eine Orientierung bekommen, welche Berufe sie nach Beendigung der Schule ergreifen können. Hierfür gebe es an der KGS außerdem zwei Praktika über jeweils zwei Wochen, in denen die Schüler gucken, ob die Arbeit in einem Beruf so ist, wie sie es sich vorgestellt haben. „Im Anschluss an die Praktika spreche ich auch mit den Jugendlichen über ihre Erfahrungen“, sagte Steinmetz. Für ihn sei während der Berufsorientierung vorrangig, dass die Mädchen und Jungen sich mit dem Beruf, den sie später ausüben wollen, im Vorfeld ausgiebig beschäftigen. „Denn die meisten Berufe haben mehr als einen Aspekt, der berücksichtigt werden sollte. Wenn dies nicht passiert, kann es sein, dass die Ausbildung oder das Studium nicht erfolgreichen abgeschlossen wird“, wandte er sich an die Schüler. Daher sollten die Schüler sich nicht nur auf einen Beruf konzentrierten, sondern sich ruhig mehrere genauer angucken. „Wir wollen den Blickwinkel dafür schärfen, dass es eine Vielzahl von Berufen gibt. Und die Schüler anhand ihrer Fähigkeiten entscheiden sollen, welcher am besten zu ihnen passt“, sagte der Berufsberater. Zudem erklärte er den Jugendlichen, dass ein Arbeitgeber später nicht nur auf die Noten, sondern auch auf das Sozial- und Arbeitsverhalten sowie die Anzahl der Fehltage achten werde.

Für Schulleiter Guido Fellbrich ist das neue Angebot der Agentur für Arbeit - dass der Berufsberater in die Schule kommt, um mit den Schülern an den Tablets zu arbeiten - eine gute Variante. Denn der Weg nach Göttingen sei immer mit Aufwand verbunden gewesen. „Vor allem können die Schüler die Programme auch zu Hause nutzen, da es sich um Online-Programme handelt, auf die sie jederzeit zugreifen können“, sagte Fellbrich.

Von Vera Wölk

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