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„Viva Colonia“ in Bernshausen

Rosenmontagsumzug mit Livemusik „Viva Colonia“ in Bernshausen

Einen Karnevalsumzug mit Livemusik haben die Bernshäuser am Rosenmontag gefeiert. Der kam gut an – besonders bei einer Tagespflegeeinrichtung, wo die Karnevalisten einen Zwischenstopp einlegten.

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Hauptsache, es glitzert: Der „Studio 54“-Wagen beim Rosenmontagsumzug in Bernshausen.

Quelle: Niklas Richter

Bernshausen. Auf der Straße die Narren, dazu der Musikwagen, auf dem die „Bernshouse-Band“ einen Gassenhauer nach dem anderen intonierte. Und vor der Pflegeeinrichtung: Weitere Narren, die den älteren Patienten den ein oder anderen Schnaps einschenkten. – die Stimmung beim Zwischenstopp war ausgelassen. Am Ende gab es Applaus und natürlich ein dreifaches „Bernshausen Helau“.

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Mit Livemusik und zahlreichen Narren ist am Montag der Bernshäuser Karnevalclub durch den Ort gezogen.

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Mit dem war der Zug kurz zuvor gestartet. Gezogen von Traktoren rollten mehrere Wagen durch den Ort. Ein gemeinsames Motto haben die Bernshäuser nicht. Von einem Superhelden-Wagen über einen Discowagen im Stile des Studio 54, einem legendären Club in New York, hin zu einem Obstsaft-Wagen, der fast auschließlich Bier mit sich führte, war vieles dabei.

Ähnlich vielfältig waren die Kostüme: Ein Elvis-Presley-Imitator war zeitweise von „dicken Ballerinas“ umringt – einer Gruppe Frauen in aufblasbaren, überdimensionalen Kostümen. Andere waren als Zombies verkleidet, trugen Clowns-Gewänder oder Bienen-Outfits. Dass der Zug außer den Bernshäusern kaum Schaulustige anzog, störte die Karnevalisten nicht: „Das ist doch viel schöner so“, sagte einer von ihnen über die vertraute Atmosphäre.

Livemusik als Highlight

Das Highlight war der Musikwagen, dessen Einzigartigkeit die Bernshäuser Narren gerne betonen: Gezogen von einem Traktor mit Generator rollte eine ganze Liveband auf einem Anhänger durch Bernshausen. Sie spielte Stücke wie „Viva Colonia“ und „Skandal im Sperrbezirk“ – zur Freude der mitgrölenden und tanzenden Jecken. „Ist doch toll, wenn das nicht aus der Dose kommt“, kommentierte einer von ihnen die Livemusik.

Zentral geplant hatte all das der Karnevalsverein nicht. Stattdessen dürfe sich in Bernshausen jeder am Umzug beteiligen, der Lust dazu habe, so die stellvertretende Vorsitzende Julia Mausch. „Wir als Verein bleiben im Hintergrund, alles was passiert, kommt aus dem Dorf“, sagt auch Herbert Schmidt, früher Vorsitzender der Bernshäuser Narren.

Wurstsammeln als Tradition

Wofür der Karnevalsverein allerdings Sorge trug, war das einsammeln der Wurst. Denn weil es in Bernshausen nicht allzu viele Zaungäste gibt, klingeln die Narren an den Haustüren. Dort wird eine Wurstspende erbeten, die später beim gemeinsamen Essen im Dorfgemeinschaftshaus vertilgt wird.

Aus Sicht des Karnevalsvereins war das Wochenende, angefangen mit dem Büttenabend am Sonnabend, „ein voller Erfolg“, befand Mausch später.

Von Christoph Höland

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