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Konstante Pilgerzahlen und eine Facebook-Seite

Wallfahrtsjahr endet in Germershausen Konstante Pilgerzahlen und eine Facebook-Seite

Mit Rosenkranzandacht und Lichterprozession haben Christen am Sonntag in der Kirche Maria in der Wiese in Germershausen das Ende des Wallfahrtsjahres gefeiert. Besonders den ehrenamtlichen Helfern der Wallfahrten im Untereichsfeld wurde für ihre Unterstützung gedankt.

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Cornelia Kurth-Scharf

Quelle: Zech

Germershausen. Mit Rosenkranzandacht und Lichterprozession haben Christen am Sonntag in der Kirche Maria in der Wiese in Germershausen das Ende des Wallfahrtsjahres gefeiert. Besonders den ehrenamtlichen Helfern der Wallfahrten im Untereichsfeld wurde für ihre Unterstützung gedankt.

Dank an Freiwillige

Es war ein nasskalter Abend, und so wurde die Lichterprozession, die eigentlich um das Kirchengebäude herum führen sollte, kurzerhand im Inneren durchgeführt. Zuvor hatte Propst Bernd Galluschke allen freiwilligen Helfern für ihre Arbeit gedankt. Zu dem rund zehnköpfigen Team, das jedes Jahr die Wallfahrten nach Germershausen organisiert, gehört auch Cornelia Kurth-Scharf. Sie trat am Ende des Gottesdienstes an das Pult und forderte die Gemeinde auf, den Menschen von ihren Glaubenserlebnissen und Segensorten zu erzählen. Das Projekt „Segensorte“ sei Teil der Öffnung und Neuausrichtung der katholischen Kirche, sagte Kurth-Scharf, die für das Wallfahrtsjahr 2017 eine positive Bilanz zog. Mit etwa 6000 Wallfahrern sei die Zahl der Gläubigen, die nach Germershausen gepilgert sind, konstant geblieben, was ein großer Erfolg sei. Mit allen Besuchern habe man gut 10000 Menschen in der Kirche Maria in der Wiese erreichen können, erklärte die Helferin.

170 Fahrer bei Motorradwallfahrt

Das Wallfahrtsjahr begann in Germershausen am 26. März. Zu den diesjährigen Programmpunkten zählten unter anderem das zehnjährige Jubiläum der Seniorenwallfahrt sowie eine Frauen- und Männerwallfahrt. Der emotionale Höhepunkt sei für sie die Marienwallfahrt für Menschen mit Behinderung und Kranke am 11. Juni gewesen, sagte Kurth-Scharf. „Das ist immer eine ganz besonders eindringliche und emotionale Erfahrung.“ Doch auch andere Termine wie die Fahrrad- oder Motorradwallfahrt, zu der 170 Motorradfahrer gekommen seien, sind ihr im Gedächtnis geblieben. Vor allem die Fahrradwallfahrt sei stets eine gute Möglichkeit, um sein Hobby mit der Kirche zu verbinden, erklärte die Organisatorin.

Wallfahrtsort auf Facebook

Seit diesem Jahr gebe es zudem manche Neuerungen. Die wichtigste sei, dass die Wallfahrt Germershausen nun auch auf Facebook vertreten sei. Kurth-Scharf: „Wir wollen den Ort bekannter machen, auch über das Eichsfeld hinaus.“ Die Resonanz, die der Auftritt in dem sozialen Netzwerk hervorrufe, sei bisher durchaus positiv. Vielleicht können ja so ein paar der jüngeren Generation für die ehrenamtliche Arbeit im Wallfahrtsteam begeistert werden. Denn dafür Nachwuchs zu finden, sei eine der großen Aufgaben der Zukunft, gibt die Helferin zu. Allerdings gebe es auch einigen Grund, um optimistisch zu sein. So seien vor allem bei der großen Wallfahrt am 2. Juli wieder viele junge Familien dabei gewesen. Pilgern sei nicht nur etwas für Senioren. Kurth-Scharf erzählte, dass eine repräsentative Umfrage, die vor wenigen Jahren an der Universität Göttingen durchgeführt wurde, ergeben habe, dass der Altersdurchschnitt der Pilger, die nach Germershausen kommen, bei unter 50 Jahren liege. „Das hat uns ziemlich überrascht.“ Wenn möglich, werde es im kommenden Jahr wieder eine Studie geben. Alles in allem sei der Trend der letzten Jahre auf jeden Fall positiv, meint Kurth-Scharf. Der Tiefpunkt der Germershauser Wallfahrt sei um das Jahr 2005 gewesen. „Da hatten wir den Eindruck, dass alles einschläft.“ Mit neuen Innovationen, Kirchenkonzerten und verschiedenen Aktivitäten habe man diese Lethargie jedoch durchbrechen können. „Ich bin mir sicher, dass die Menschen das positiv sehen“, sagte Kurth-Scharf im Hinblick auf die seitdem gestiegenen Pilgerzahlen.

Von Maximilian Zech

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