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Heiligenschein um den Höherberg

Lichterprozession zu Mariä Himmelfahrt Heiligenschein um den Höherberg

Die Aufnahme Mariens in den Himmel feiert die Gieboldehäuser Pfarrgemeinde St. Laurentius mit einer Lichterprozession auf dem Höherberg. Am Dienstag, 15. August, beginnt um 19.30 Uhr am Außenaltar an der Wallfahrtskapelle zu Ehren der 14 Heiligen Nothelfer die liturgische Feier.

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Wie in den vergangenen Jahren soll Mariä Himmelfahrt mit einer Lichterprozession gefeiert werden.

Quelle: OT

Wollbrandshausen. Die Aufnahme Mariens in den Himmel feiert die Gieboldehäuser Pfarrgemeinde St. Laurentius traditionell mit einer Lichterprozession auf dem Höherberg. Am Dienstag, 15. August, beginnt um 19.30 Uhr am Außenaltar an der Wallfahrtskapelle zu Ehren der 14 Heiligen Nothelfer die liturgische Feier.

„Mehr als 2500 Gläubige, darunter viele Familien mit ihren Kindern, versammelten sich in den vergangenen Jahren zur Eucharistiefeier mit der anschließenden großen Lichterprozession auf dem Berg“, erklärt Pfarrer Matthias Kaminski, der in diesem Jahr als Hauptzelebrant spricht. So sei dieser Abend mittlerweile auch über die Grenzen der Pfarrei bekannt. Gläubige reisen aus den umliegenden Regionen in Northeim, Osterode und dem thüringischen Eichsfeld ebenso an wie aus weiter entlegenen Orten wie Bremen, Hildesheim, Paderborn und Osnabrück.

Kaminski erinnert daran, dass die Lichterprozession zum Festtag der Aufnahme Mariens in den Himmel erstmals 2003 auf dem Höherberg ausgerichtet wurde. „Während die Eucharistiefeier in den ersten beiden Jahren noch mit einer Messe in der Kapelle begann“, berichtet der Pfarrer, „wurde sie im Jahr 2005 bereits wegen der großen Beteiligung von etwa 900 Gläubigen an den Außenaltar vor die Kapelle verlegt.“

Festamt mit Kräuterweihe

Auch in diesem Jahr werde nach Kaminskis Angaben das Festamt mit Kräuterweihe am Freialtar abgehalten. Vor dem Gottesdienst können die Gläubigen Kräutersträuße kaufen. Der Erlös kommt der Missionsarbeit der Mariannhiller Missionsschwestern vom Kostbaren Blut zugute, so der Pfarrer. Im Anschluss an das Amt starte dann die große Lichterprozession. „Zu Ehren der Gottesmutter ziehen die Gläubigen betend und singend zweimal um die Höherbergkapelle.“ Kerzen für die Lichterprozession seien vor dem Gottesdienst an der Wallfahrtskapelle erhältlich. Es können aber auch eigene Lichter mitgebracht werden.

Zunächst entzünden die Gläubigen die weißen Kerzen mit dem roten Windschutz. Mit den Kerzen in der Hand umrunden die Prozessionsteilnehmer die Kapelle. Vier Männer im schwarzen Anzug mit weißer Fliege und weißen Handschuhen tragen die Prozessionsmadonna aus Bodensee voran. Vier weitere Männer halten Prozessionslaternen. Die zahlreichen Ministranten reihen sich in den Zug ein. Nachdem dieser sich in Bewegung gesetzt hat, zieht auch die Dämmerung immer schneller auf den Berg und hüllt diesen schlussendlich in Dunkelheit, was der Prozession eine besondere Atmosphäre verleiht. Der Pfarrer berichtete einmal von einem Gespräch, in dem ihm gesagt worden sei, von unten sehe es aus, als habe der Berg einen Heiligenschein, wenn die Menschen mit ihren Kerzen um die Kapelle gehen.

Wegen des zu erwartenden Besucherverkehrs ist die Zufahrt zum Höherberg nur über Wollbrandshausen und Bodensee (Langenberg) möglich. Es gelte nach Kaminskis Angaben die Einbahnstraßen-Regelung wie bei der großen Wallfahrt. Zum Abschluss des Abends leuchtet die Feuerwehr mit Scheinwerfern den dunklen Berg aus, damit alle Teilnehmer zu ihren Fahrzeugen finden.

Von Rüdiger Franke

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