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Die Relevanz der Mettwurst

Wurst-Wettbewerb Die Relevanz der Mettwurst

Daniel Wüstefeld ist neuer Eichsfelder Wurstkönig. Der Chef von Wüstefelds Hofladen gewann für seine warmverarbeitete dicke Stracke beim Wettbewerb Mettwurstpokal am Sonntag in Gieboldehausen den Sonderpreis Eichsfeld – und das, obwohl er nur eine einzige Wurstsorte eingereicht hatte.

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Daniel Wüstefeld (l.) mit dem Eichsfeld-Weltpokal und Andreas Gliem.

Quelle: Arne Bänsch

Gieboldehausen. Der Wettbewerb des Betriebs Fleischer-Einkauf Hannover Göttingen und der Fleischerinnung Südniedersachsen ist jedoch viel umfassender: 60 Handwerksbetriebe aus Niedersachsen, Nordhessen und Westthüringen hatten 170 Mettwürste zur Begutachtung, Verkostung und Bewertung eingereicht.

Im Niedersachsenhof hatten sich „die gesamte mettwurstrelevante Szene“ der Region wie auch Besucher von außerhalb eingefunden, beschrieb Andreas Gleim von der Kreishandwerkerschaft Göttingen die Mettwurst-Messe. Knapp 1000 Besucher waren gekommen, um sich das Wurstspektakel anzusehen.

Die 24-köpfige Jury, bestehend aus 14 Personen des öffentlichen Lebens und zehn Fachleuten, hatte im Tagungszentrum Niedersachsenhof schon ab 10 Uhr alle Münder voll zu tun: Die Reihe der vielen Wurstproben musste zwischendurch einige Male aufgebrochen werden – ganz nach Geschmack mit klarem Wasser, einem Stückchen Brot oder einem Klaren. Ansgar Nachtwey, Geschäftsführer des Fleischer-Einkaufs mit Sitz in Rosdorf: „Mit der Zeit werden die Wurstscheiben immer dünner.“

Wenn es mehrere Auszeichnungen in Gold gab – und das war in den meisten Kategorien der Fall – musste sich eine Spezial-Jury ans Werk machen, um aus den Gold-Würsten die allerbeste auszuwählen. Deren Hersteller bekam dann den begehrten Pokal.

In drei Sparten wurden die Mettwürste begutachtet: warmverarbeitet und luftgetrocknet, kaltverarbeitet und luftgetrocknet und kaltverarbeitet und geräuchert. In jeder Sparte gab es vier Kategorien: Ring, dünne Stracke, dicke Stracke und in Blasenform. Zu den insgesamt zwölf Mettwurst-Kategorien in drei Sparten kamen zwei Sonderpreise: einmal „Eichsfeld grenzenlos“ nur für Betriebe aus dem Eichsfeld und den Innovationspreis für experimentelle Mettwurstherstellung. Bewertet wurden Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack der eingereichten Proben.

Die beste warmverarbeitete Wurst in Ringform kam laut Jury vom Landhotel Hubertus in Velmeden. Den Pokal für die dünne Stracke erhielt der Eichsfelder Wursthandel von Christina Wehr aus Wiesenfeld, denjenigen für die dicke Stracke wiederum der Eichsfelder Wurstkönig Daniel Wüstefeld. In der Kategorie Blase war Karsten Bergmann aus Barlissen siegreich.

Die Preise für die kaltverarbeiteten Produkte gingen an die Fleischerei Asuth Siebert aus Kassel-Oberzwehren (Ring), Koithahns Harzer Landwurst-Spezialitäten aus Hattorf (dünne Stracke), Erwin Volke aus Fritzlar (dicke Stracke) und Vogls Harzspezialitäten aus Stolberg (Blase). Den Pokal für die geräucherte dünne Stracke errang die Fleischerei Sturm aus Lohfelden, denjenige für die geräucherte dicke Stracke ging an das Bauerncafé Bärbel Sprengel aus Bad Gandersheim. Die Auszeichnungen für die geräucherten Würste in Ring- und in Blasenform sicherte sich wiederum der Betrieb Koithahns Harzer Landwurst-Spezialitäten aus Hattorf, der daher gleich mit drei Pokalen die Wettbewerbsstätte verlassen konnte. Und den Innovationspreis errang die für Neuerungen bekannte Fleischerei Schumann&Sohn aus Hann. Münden. Ihr Produkt: Stracke mit Fenchel.

Von Matthias Heinzel

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