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Erste Etappe für Lückenschluss

Gieboldehausen Erste Etappe für Lückenschluss

Eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Suhle bei Gieboldehausen soll dazu beitragen, einen Lückenschluss des Radwegs aus Richtung Rollshausen an die Bundesstraße 247 herzustellen. Im kommenden Jahr soll die Fortsetzung über die Heubrücke über die Hahle erfolgen.

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Die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Suhle bei Gieboldehausen wird aufgelegt.

Quelle: Franke

Gieboldehausen. Das Wetter war am Dienstagmorgen alles andere als ideal für das Team der Schlosserei Kälz aus Bad Sachsa. Es goss in Strömen, die Suhle war bis an den Rand gefüllt. Glücklicherweise war der Boden noch nicht so stark aufgeweicht, dass der bestellte schwere Kranwagen nahe am Flussufer aufgebockt werden konnte. Große Matten sorgten dafür, dass die Standfüße nicht einsanken. „Wir können die Brücke heute nur auflegen“, erklärte Maschinenbaumechanikermeister Joachim Kälz. „Dabei müssen wir darauf achten, dass sie so liegt, dass wir die Schrauben an einem anderen Tag festziehen können.“ Und so dauerte der Aufbau des Kranwagens länger als das eigentliche Event.

Mit rund elf Metern Spannweite ist die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke ebenso lang wie die, die das Unternehmen am Freitag bei Westerode aufgebaut hat. „Diese hier ist allerdings etwas breiter“, sagt Kälz. Etwa zwei Meter soll die Breite betragen. Das Tragwerk der Brücke besteht aus Stahlprofile, die Lauffläche aus Stahlprofilblechen. Sie ruht auf zwei Fundamenten aus Stahlbeton. Die Fundamente waren bereits am Freitag gesetzt worden. „Sie sind am parallel zu denen in Westerode fertig geworden und deshalb auch schon eingesetzt worden“, so Kälz.

Der Lückenschluss zur Radwegeanbindung erfolgt im Flurbereinigungsverfahren. Derzeit fahren die Radler von Rollshausen in Richtung alter Molkerei, um dann an der B 27 entlang nach Gieboldhausen zu gelangen. Nach dem Lückenschluss könnten sie vorher nach rechts abbiegen, um dann über die Suhle und die Hahle in Richtung Martin-Luther-Ring zu fahren. „Die Planung und die Finanzierung der Brücke läuft über einen Sonderfinanzierungstopf“, erklärt Eckhard Geile, Projektleiter für die Flurbereinigung Gieboldehausen beim Amt für Regionale Landesentwicklung (ARL) Braunschweig. Gemeint ist die Förderung von Kultur und Erholung des Landwirtschaftsministeriums. „Für den ersten Teilabschnitt mit Radweg und Brücke fällt ein Investionsvolumen von rund 80 000 Euro an“, sagt der Projektleiter. Über den K&E-Fond könne das Projekt mit 50 Prozent gefördert werden. Anders als in Westerode, wo für den Wegebau 75 Prozent Förderung zur Verfügung standen, sei in diesem Fall kein landwirtschaftlicher Weg vorhanden. „Es ist ein reiner Radweg, der am Ende nur eine Breite von zwei Metern haben wird“, sagt er. Momentan sei der Weg noch breiter. „Das ist aber auch erforderlich, damit wir den Weg dazu nutzen können, dass die Baufahrzeuge die Baustelle erreichen.“ Bis der Radweg in seinem kompletten Umfang genutzt werden kann, wird es aber noch einige Zeit dauern. Wie Geile erläutert, führt der Weg zunächst nur bis kurz vor die Heubrücke über die Hahle. „Da endete das Verfahren bisher“, erklärt der Projektleiter. „Die Verlängerung mit der Erneuerung der Heubrücke wird vermutlich erst im kommenden Jahr erfolgen.“

„Die Einbindung des Neubaus der Heubrücke über die Hahle ist für den Flecken Gieboldehausen insbesondere unter dem Aspekt, dass diese Brücke im Ergebnis der Brückenprüfung 2013 und daraus resultierender Entscheidungen der Straßenverkehrsbehörde seit 2015 komplett gesperrt wurde, sehr positiv zu bewerten“, erklärt Fleckenbürgermeisterin Maria Bock (CDU). Für die Gesamtmaßnahme mit beiden Brücken und dem Radweg bis an die B 247 sei derzeit von rund 200 000 Euro Gesamtkosten auszugehen, so Bock. Zur Finanzierung des Eigenanteils könne der Flecken auf noch verfügbare Mittel von 48100 Euro aus dem Investitionsförderungsprogramm der Samtgemeinde zurückgreifen.

Weiterhin liege eine Fördermittelzusage des Landkreises auf 30 Prozent des Eigenanteils, maximal 38 400 Euro, vor, die für einen Lückenschluss der Radwegeverbindung durch Weiterführung entlang der B 247 und den Anschluss an den Martin-Luther-Ring bewilligt wurden. Hier bedürfe es jedoch noch der Anschlussplanung, deren Varianten von realisierbaren Grundstückskäufen abhängig seien.

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