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Präventionsarbeit an der Haustür

Einbruchschutz und falsche Polizisten Präventionsarbeit an der Haustür

Dierk Falkenhagen, Präventions­beauftragter im Polizei­kommi­ssariat Duderstadt, hat am Sonnabend mit sechs Schüler­praktikanten Bürger in Eber­götzen, Krebeck und Bodensee über die Themen Einbruchschutz und falsche Polizisten. Am Montag setzt die Gruppe die Aufklärung in Bilshausen fort.

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Gisela Nordmann nimmt das Beratungsangebot von Dierk Falkenhagen und Praktikant Tim Lesche gern an.

Quelle: Rüdiger Franke

Bodensee. „Gelegenheit macht Diebe!“ Das alte Sprichwort stimme immer noch, sagt Falkenhagen, als er mit seinen Schülerpraktikanten Emilie Heine, Zoe Malin Jünemann, Tim Lesche, Alexandra Nordmann, Jenna Plothe und Josefine Rappe von Tür zu Tür geht, um die Anwohner mit Informationsmaterial zum Thema Einbruchschutz zu versorgen. Gekippte Fenster seien beispielsweise geradezu eine Einladung für einen Einbrecher. Nur wenige Sekunden dauere es, um darüber in die Wohnung einzudringen. Deshalb sei ein wichtiger Grundsatz, die Fenster immer zu schließen, wenn man aus dem Haus gehe – und sei es nur für wenige Minuten zum Nachbarn. Ebenso gefährlich sei es, Türen unabgeschlossen oder gar offen stehen zu lassen. Weitere Einladungen seien offen zugängliche Leitern oder Werkzeug. „Manche machen auch den Fehler und lassen das Garagentor oben, wenn sie kurz wegfahren“, so Falkenhagen weiter. Fahrräder oder Werkzeug seien in diesem Fall ungeschützt und innerhalb weniger Momente entwendet.

Falkenhagen nutzt die Gelegenheit, die Schülerpraktikanten in die Aufklärungsarbeit einzubinden. Zwei Wochen sind die sechs Schüler bei ihm. „Wir interessieren uns für den Beruf des Polizisten“, sagt Alexandra Nordmann, warum sie das Praktikum bei der Polizei gewählt hätten. „Wir haben eigentlich immer mehr Anfragen, als Plätze“, sagt Falkenhagen. Auch in diesem Jahr hätten zwei Anfragen abgelehnt werden müssen. Die Schüler sind engagiert bei der Sache. Immer wieder muss Falkenhagen sie einbremsen. „Wir gehen langsam auf Streife“, erklärt er. Dann sehe und höre man mehr. Außerdem wirke schnelles Gehen, als habe man keine Zeit. Und dann würden die Leute einen nicht ansprechen. Zunächst einmal verteilten die Schüler das Informationsmaterial zu Nachbarschaftshilfe und zum Einbruchschutz bei ungebetenen Gästen in ausgewählten Bereichen in Ebergötzen, Krebeck und Bodensee. Manch ein Bewohner kam aber auch an die Tür und nutzte die Gelegenheit zum Gespräch. Besonders hofft Falkenhagen, dass die Bewohner innerhalb ihrer Nachbarschaft über die Aktion sprechen und sich gegenseitig unterstützen.

Dierk Falkenhagen, Kontaktbereichsbeamter und Präventionsbeauftragter im Polizeikommissariat Duderstadt, informiert gemeinsam mit sechs Schüler

Dierk Falkenhagen, Kontaktbereichsbeamter und Präventionsbeauftragter im Polizeikommissariat Duderstadt, informiert gemeinsam mit sechs Schülerpraktikanten von der KGS Gieboldehausen Bürger über die Themen Einbruchschutz und falsche Polizisten.

Quelle: Rüdiger Franke

Zusätzlich zu den Einbruchschutzbroschüren verteilen die Schüler auch ein Informationsschreiben, das vor falschen Polizeibeamten warnt. Diese würden sich unter anderem per Telefon melden und erzählen, dass ein gefasster Einbrecher die Anschrift des Angerufenen bei sich getragen habe. In diesem Zusammenhang werde den Angerufenen angeboten, zur Sicherheit kurzfristig die Wertsachen aufzubewahren. Diese sollten einer abholenden Person übergeben werden. Darüber hinaus versuchten die Anrufer, Informationen über Wertsachen im Haus zu erhalten. Die „echte“ Polizei würde nicht nach diesem Muster vorgehen. Die mahnt bei solchen Anrufen zu Misstrauen. Auch würden Polizeibeamte die Menschen nicht unter Druck setzen, könnten sich ausweisen und hätten Verständnis dafür, wenn der Angesprochene bei der Dienststelle nachfragen würde. Die Nummer der örtlichen Dienststelle sollte auf jeden Fall selbst herausgesucht werden. Oder man wähle den Notruf 110.

Ob Einbrecher oder falscher Polizist – die Polizei mahnt, nicht selbst etwas unternehmen zu wollen, sondern die Polizei beim Kommissariat Duderstadt unter Telefon 05527/98010 beziehungsweise über den Notruf 110 zu verständigen.

Von Rüdiger Franke

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