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Regionaltag mit besonderer Teestunde

Rhumspringe Regionaltag mit besonderer Teestunde

Mit einer Spielmotette erinnerten die Rhumspringer Gastgebe­rinnen beim Regionaltag des Katholischen Deutschen Frauen­bundes (KDFB) an das Katha­rinen­treffen in Wittenberg. „Wir wollten etwas anderes als einen Vortrag bieten“, erklärte Christa Jacobi. Langanhaltender Beifall bestätigte die Entscheidung.

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„Teestunde in Wittenberg“: Inspiriert von Autorin Lisbeth Haase zeigten die Rhumspringer Frauen eine Spielmotette zum Katharinentreff.

Quelle: Rüdiger Franke

Rhumspringe. Etwa 120 Frauen nahmen am Regionaltag im Rhumspringer Pfarrzentrum teil, aus den Frauenbünden Gieboldehausen, Bilshausen, Lindau und Rhumspringe. Darüber hinaus seien die Vertreter der Frauengemeinschaft Rüdershausen und aus Herzberg anwesend, teilte Christa Jacobi mit. Pfarrer Markus Grabowski begrüßte die Frauen und erinnerte an eine Aussage von Papst Franziskus, die Kirche wäre oft viel zu macho. Frauen würden Dinge anders sehen und könnten Fragen stellen, auf die die Männer gar nicht kämen. Der Papst habe weiterhin gesagt, das Maria viel wichtiger als er sei. Deshalb müsste Kirche viel weiblicher werden. Wenn Franziskus zum Regionaltag in Rhumspringe gekommen wäre, sagte Grabowski weiter, würde er sehen, wie weiblich die Kirche bereits sein kann.

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Rund 120 Frauen haben am Regionaltag des Katholischen Deutschen Frauenbundes 2017 in Rhumspringe teilgenommen. Sie sahen Auftritt der Rhumegarde, der Harzer Zitherhexen und die Spielmotette „Teestunde in Wittenberg“ nach Lisbeth Haases Buch „Katharinentreff in Wittenberg“.

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Katharinentreff

Die Besucherinnen erlebten an diesem Abend gleich mehrere Premieren. Zunächst zeigten die Tänzerinnen der Rhumegarde ihren neuen Tanz, den sie für die bevorstehende Karnevalssaison einstudiert haben. „Das ist praktisch eine Vorpremiere“, sagte Trainerin Doreen Sykosch. Der Auftritt kam gut an, die Zuschauerinnen ließen die Mädchen nicht ohne Zugabe gehen. Eine weitere Premiere bildete die Spielmotette. „Wir haben uns von dem Buch ’Katharinentreff in Wittenberg’ von Lisbeth Haase zu dem Stück ’Teestunde in Wittenberg’ inspirieren lassen“, erläuterte Christa Jacobi. „Erleben Sie wie Frauen ihr Leben meisterten an der Seite bedeutender Männer.“ Und so unterhielten sich Mechthild Ellendorf als Katharina von Bora, Waltraud Gottschlich als Katharina Jonas, Christa Diederich als Katharina Zell und Mechthild Diederich als Katharina Melanchtron in schwarzen Kostümen während ihrer Teestunde unter anderem über das Leben im Kloster und die Plage der Pest, begleitet von Sprecherin Anna Maria Otto. Die Duderstädter Autorin genoss die Aufführung. „Ich bin ganz gerührt“, erklärte sie.

Bibis Verwandte an der Zither

Für musikalische Zwischenspiele sorgten die Harzer Zitherhexen aus Bad Lauterberg und Walkenried unter der musikalischen Leitung der Rhumspringerin Waltraud Gottschlich. „Wir sind alles Verwandte von Bibi Blocksberg“, erklärte Sprecherin Erika Engelke, „also wir sind die Guten.“ Sie unterhielten die Frauen mit Stücken wie „Wo der Wildbach rauscht“, „Steig in das Traumboot der Liebe“ und der „Barcarole“, die von den Zuhörerinnen mitgesummt wurden.

Von Rüdiger Franke

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