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Ballenhäuser Karnevals-Club kürt Frank I. zum neuen Nippel

Karneval Ballenhäuser Karnevals-Club kürt Frank I. zum neuen Nippel

„Einzigartig auf der Welt“ ist sein Nippel, sagt der Ballenhäuser Karnevals-Club (BKC). Anderswo vergleichsweise unaufregend Prinz genannt, wurde der diesjährige Karnevals-Meister am Sonnabend im Sport des Ortes feierlich in sein Amt eingeführt.

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Der Ballenhäuser Karnevals-Club startet in seine 10. Session.

Quelle: Christoph Mischke

Ballenhausen. Neuer Nippel ist seit etwa 19.11 Uhr abends Frank I., im bürgerlichen Leben Frank Nolte. Nolte ist der achte BKC-Regent in der vergleichsweise kurzen Geschichte des Vereins. Was dem Club an Geschichte fehlt, macht er mit hoher Mitgliederzahl und ebenso hohem Motivierungspotenzial mehr als wett.

So hat der im Jahr 2008 gegründete Club mittlerweile 143 Mitglieder, sagt Vereinschef Andreas Wagner. Fast alle, „mindestens 85 Prozent“ - kommen aus Ballenhausen mit seinen gerade einmal knapp 640 Einwohnern. Dementsprechend voll wurde es denn auch am Sonnabend im Sporthaus.

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Ballenhäuser Karnevals-Club kürt Karnevals-Meister

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Dabei hatte der Verein einiges anders organisieren müssen als bei früheren Nippelverleihungen. Weil der 11. 11. in diesem Jahr auf einen Sonnabend fällt, hielten viele Vereine, die sonst zum BKC-Abend erschienen seien, ihre eigene Versammlung ab. Doch der Verein machte aus der Not eine Tugend und ließ den Nippelabend bereits um 15.11 Uhr und nicht erst um 19.11 Uhr beginnen. Das lockte sehr viele Kinder ins Sporthaus.

Nicht nur für sein junges Publikum hatte der BKC mit seinen Vereinsfarben schwarz-orange ein großes Programm aufgefahren. Am Nachmittag begannen die Vorführungen mit der Mini-Garde drei bis sechs Jahre), es folgten die Junior-Garde (sechs bis zehn Jahre), Jugend-Garde (bis 16 Jahre) und schließlich die Funken-Garde (bis 23 Jahre). Tanzmariechen Jessi brachte ebenso Stimmung wie die Ladykracher, bis als Glanzpunkt des Abends die „Seidenhasen“ - die Herrengarde des Vereins – ihren Auftritt hatten.

Der BKC nimmt für sich in Anspruch, ein Karnevalsverein der etwas lockereren Art zu sein, sagt Clubchef Wagner: ohne steife Frack- und Kappenordnung, Elferrat-Zwang und Protokollgehabe. So sei denn auch die Ballenhäuser Nippelkultur „aus einer Bierlaune heraus“ entstanden. Ein Maskottchen sollte her, und die Begründer bedienten sich bei der Kölner Karneval-Abschlussfigur „Nubbel“. Die beim BKC geführte Bewerberliste für den lebenden Nippel ist lang, „wenn wir wollen, können wir den Nippel dreifach vergeben“, heißt es auf der Webseite des Vereins. Wie in der Karnevals-Hochburg Köln wird auch in Ballenhausen zum Ende der Karnevals-Saison, in der Nacht zu Aschermittwoch, eine Puppe verbrannt – nicht der Nubbel, sondern „der Nippel“.

Von Matthias Heinzel

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