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Gleichen gründet Arbeitskreis Schulen

Bedrohte Standorte Gleichen gründet Arbeitskreis Schulen

Wie kann die Gemeinde Gleichen ihre vier Grundschulen stabilisieren? Lassen sich langfristig überhaupt vier Standorte halten? Darüber sollen in den nächsten Monaten die Mitglieder eines neue besetzten Arbeitskreises diskutieren – und das „ergebnisoffen“.

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Vor vier Jahren schließt die Grundschule Reinhausen nach langer heftiger Debatte und protestierende Bürger stehen Spalier zum letzten Schultag.

Quelle: Heller

Gleichen. Die Zurückhaltung war bei allen Politikern und beratenden Mitgliedern im Ratsausschuss für Schulen und Kindertagesstätten zu spüren. Das Thema ist sensibel, tief sitzen die Erinnerungen an die heftige Schuldebatte vor sieben Jahren, an deren Ende die Gemeinde den Schulstandort Reinhausen aufgegeben hat. Aber dieses Mal soll es besser laufen – vor allen ruhiger und sachlicher. Denn es ist längst noch nicht ausgemacht, dass die Gemeinde weitere Schulen schließen muss und manche sehen Wege aus der Krise. Auch und gerade diese soll der „Arbeitskreis Schulentwicklung“ diskutieren. In ihm sollen zwei Mitgliedern jeder Ratsfraktion, zwei Vertretern jeder Grundschulen sowie zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sitzen. Unter den Schulvertretern muss zwingend ein Elternvertreter sein.

Sinkende Schülerzahlen an den Schulen

Einstimmig hat sich der Schulausschuss für diese Struktur entschieden. Geleitet werden soll der Arbeitskreis von einem externen Moderater. Dieser sei bereits gefunden, bestätigte am Dienstag Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD).
Hintergrund der neuen Debatte sind stetig sinkende Schülerzahlen an den vier Gleichener Grundschulen. Laut Schulentwicklungsplan der Verwaltung werden in Bremke nach einem kurzen Anstieg bis 2018 in den Folgejahren pro Jahrgang vermutlich keine zehn Kinder mehr eingeschult, 2022 nur noch vier. In Groß Lengden wird die Zahl der Erstklässler in den nächsten Jahren bis 2022 kontinuierlich von 17 im kommenden Jahr auf elf schulreife Kinder in fünf Jahren sinken. Ähnlich sieht es in Diemarden aus, auch wenn die Gemeinde nach vorliegenden Geburtenzahlen und Hochrechnungen im Schuljahr 2022/23 wieder einen Anstieg auf 21 Kinder sieht. Für die Gartetalschule verzeichnet der Schulentwicklungsplan ein Auf und Ab: mit drastischen Einbrüchen in den beiden kommenden Jahren (16 und 19 Einschulungen), gefolgt von einem Anstieg auf 26 bis 25 Kindern in den Jahren 2020/21und einem erneuten Einbruch in fünf Jahren.

Sinkende Kinder- und Schülerzahlen führen nicht zum ersten Mal zu einer schulpolitischen Debatte: Vor vier Jahren hat die Gemeinde ihre Grundschule in Reinhausen nach heftigem Streit im Rat und unter Protest vieler Eltern geschlossen. Auch damals hatte der Rat zuvor einen Arbeitskreis initiiert. us

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