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Massive Schäden an der Bremker Waldbühne

Sturmtief „Friederike“ Massive Schäden an der Bremker Waldbühne

Der Sturm „Friederike“ hat erhebliche Schäden an der Waldbühne in Bremke verursacht. Allein drei Bäume seien auf das Toilettenhäuschen gestürzt; zudem seien Zäune und ein großes Tor beschädigt worden, wie Vereinsvorstand Horst Fädrich mitteilte. Den Schaden schätzt er auf bis zu 20.000 Euro.

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Horst Fädrich begutachtet die zum Teil massiven Sturmschäden auf dem Gelände der Waldbühne Bremke.

Quelle: Christina Hinzmann

Bremke. Es ist ein chaotisches Bild, das der Sturm „Friederike“ im Bremker Wald hinterlassen hat. Horst Fädrich, Vorsitzender des Waldbühne-Vereins, ist die Bestürzung anzumerken, als er über die angerichteten Schäden spricht. Besonders schwer habe es das Requisiten- und Toilettenhäuschen erwischt: Gleich drei Bäume seien auf das Gebäude gestürzt, welches gerade erst – dank zahlreicher Spenden und Fördermittel – hergerichtet werden konnte. „Das Dachgeschoss hat sich um circa fünf Zentimeter verschoben“, sagt Fädrich.

Schnelle Instandsetzung erforderlich

Speziell das Dach müsse nun so schnell wie möglich instandgesetzt werden. „Damit wir nicht auch noch einen Wasserschaden erleiden“, erklärt der Vereinsvorstand. Priorität habe deshalb nun die Beseitigung der Bäume, die auf dem Dach liegen. „Danach muss unser Dachdecker den Schaden begutachten“, beschreibt Fädrich das nun anstehende Prozedere. Im schlimmsten Fall müsse der Dachstuhl komplett erneuert werden. „Dann könnten die Reparaturen noch deutlich teurer werden. Im Moment rechne ich mit einer Schadenssumme von etwa 15000 bis 20000 Euro“. Genau beziffert werden könne der Schaden allerdings noch nicht.

Die Bildergalerie zu den Sturmschäden an der Waldbühne Bremke:

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Der Sturm „Friederike“ hat auf dem Gelände der Waldbühne Bremke massive Schäden verursacht. Allein drei Bäume stürzten auf das Requisiten- und Toilettenhäuschen; außerdem wurden unter anderem Zäune auf einer Länge von etwa 150 Metern sowie ein größeres Tor zerstört. Der Vorstand des Betreibervereins schätzt den entstandenen Schaden auf bis zu 20.000 Euro.

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Nicht nur das Haus hat die Wucht von „Friederike“ zu spüren bekommen; auch weitere Bereiche auf dem Gelände der Waldbühne sind in Mitleidenschaft gezogen worden. „Der rückwärtige Hang zur Waldbühne ist total verwüstet“, so Fädrich weiter. Zäune seien auf einer Gesamtlänge von etwa 150 Metern zerstört – auch diese waren zum Teil erst vor zwei Jahren errichtet worden. Außerdem sei ein großes Tor „von einem Baum kaputt geschlagen worden“, wie es Fädrich beschreibt. Die Reparatur des Zaunes und des Tores sei zurzeit allerdings nebensächlich; wichtiger sei zunächst die Wiederherstellung des Daches am Requisiten- und Toilettengebäude. Die Arbeiten daran sollen bereits am Donnerstag beginnen.

Waldbühne kann nicht gegen Sturmschäden versichert werden

„Das Schlimme ist, dass diese Schäden allesamt nicht versichert sind“, erklärt Fädrich ein weiteres Problem – und liefert auch gleich die Begründung dafür mit: „Leider ist kein Versicherer ist bereit, das Waldbühne-Gelände gegen Sturmschäden zu versichern. Wir haben es versucht, keine Chance. Das Risiko in der Waldlage ist dafür einfach zu hoch. Wir können die Waldbühne gegen Feuer- und Wasserschäden versichern, nicht aber gegen Sturmschäden.“ Somit stelle sich nun die Frage, wer für die Kosten der Reparaturen aufkommt. „Es läuft wohl darauf hinaus, dass wir als Verein darauf sitzen bleiben“, stellt Fädrich ernüchtert fest.

Keine Hilfe vom Landkreis Göttingen und vom Land Niedersachsen

Tatsächlich stehen zumindest beim Landkreis Göttingen und auch beim Land Niedersachsen keine finanziellen Hilfsmöglichkeiten oder spezielle Töpfe für derartige Situationen zur Verfügung. Für einen solchen Fall habe der Landkreis keinen Haushaltsposten vorgesehen, wie Sprecherin Andrea Riedel-Elsner auf Tageblatt-Nachfrage mitteilte. Dr. Gert Hahne, stellvertretender Sprecher der Niedersächsischen Staatskanzlei, macht Fädrich und seinen Mitstreitern ebenfalls keine Hoffnung: „Nach einer Blitzumfrage unter den gegebenenfalls zuständigen Ministerien muss ich Ihnen leider mitteilen, dass es für diesen Fall keine finanzielle Soforthilfe seitens des Landes gibt.“

Vorbereitungen für „Die Zauberflöte“ laufen weiter

Trotz der erheblichen Sturmschäden an der Waldbühne Bremke laufen die Vorbereitungen für das neue Stück „Die Zauberflöte“ zunächst normal weiter. Witterungsbedingt werde in der jetzigen Phase ohnehin nicht direkt auf der Waldbühne, sondern in der örtlichen Schule geprobt, teilte Regisseurin Silvie Stiller auf Tageblatt-Nachfrage mit. Mitte März werde das Ensemble auf die Bühne wechseln – wenn die Situation es dann zulässt. „Ich war schon erstmal erschrocken, als ich von den Schäden gehört habe“, so Stiller. Aber es müsse jetzt zügig weitergehen, damit „Die Zauberflöte“ wie geplant aufgeführt werden kann. Die Premiere des Stückes, das auf der gleichnamigen Mozart-Oper basiert und von Stillers Sohn Rick Leander kind- und waldbühnengerecht umgeschrieben wurde, ist für den 13. Mai geplant. mr

Von Markus Riese

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