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Sänger sanieren altes Backhaus

Finanzierung fast gesichert Sänger sanieren altes Backhaus

Der Liederkranz Groß Lengden will das alte Back- und Waschhaus des Dorfes sanieren und wieder beleben. Um das Projekt umsetzen zu können, hat er extra den Vereinszweck in der Satzung geändert - und inzwischen die Finanzierung gesichert.

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Schlank, hoch und unscheinbar fügt sich das alte Backhaus an des Groß Lengder Pfarrhaus an. Hartmut Holst, Hans Kornrumpf, Peter Padovan, Gerd Eggert (v.l.) und ihre Mitstreiter wollen es wieder beleben.

Quelle: Heller

Groß Lengden. Das Fachwerk sieht traurig aus, auch innen hat der Zahn der Zeit am Gemäuer des, schlanken Gebäude am Pfarrhaus genagt. „Da ist einiges zu tun“, sagt Hartmut Holst, geschäftsführender Vorstand des Liederkranzes. Aber die 46 Vereinsmitglieder wollten es wagen und das etwa 153 Jahre alte Back- und Waschhaus der Dorfgemeinschaft wieder fit machen. In den 1940er-Jahren wurde die Backstube mit Lehmbackofen Ofen nach Vereinsrecherchen zuletzt genutzt. Im Obergeschossen sollen in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlinge gewohnt haben.

„Wir müssen das Dach und den Schornstein erneuern, den Ofen und die Fenster sanieren“, erklärt Holst. Auch eine neue Außentreppe für das Obergeschoss wollen die Mitstreiter bauen - zurzeit ist es nur durch das Pfarrhaus erreichbar. Alles sei mit der Denkmalbehörde abgesprochen - das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Gut 45500 Euro brauchen die Vereinsmitglieder für das Projekt - unter Berücksichtigung „von sehr viel Eigenleistung“. Zu Beginn habe der begleitende Architekt noch 108 000 Euro veranschlagt, so Holst. 5500 Euro habe die Gemeinde Gleichen bereits als Zuschuss zugesagt. Jetzt habe die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung „für die Wiederbelebung des ehemaligen Back- und Waschhauses“ 19500 Euro aus ihrem Fonds bewilligt. Dafür habe der Verein seine Satzung geändert: Außer dem gemeinsamen Singen sei jetzt auch der „Einsatz für die Kultur“ als Vereinszweck aufgenommen.

Um loslegen zu können, hoffen die Mitglieder noch auf einen Zuschuss aus dem Leader-Topf des Landkreises. „Wenn das geklärt ist, können wir sofort loslegen und irgendwann auch wieder dort backen“, so Holst. Geplant seien außerdem kulturelle Veranstaltungen.

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