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Mehrere Schüsse in den Oberkörper

Toter an Diemardener Warte Mehrere Schüsse in den Oberkörper

Im Fall des getöteten 58-Jährigen, der am Freitagvormittag an der Diemardener Warte gefunden wurde, ist dessen 16-jähriger Sohn verhaftet worden. Wie die Polizei am Montag bestätigte, wird er verdächtigt, seinen Vater mit mehreren Schüssen in den Oberkörper getötet zu haben.

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Diemardener Warte

Quelle: Theodoro da Silva

Gleichen. Ein grausames Bild bot sich den Spaziergängern, als sie am Freitag den beliebten Aussichtspunkt östlich von Geismar passierten und die Leiche des 58 Jahre alten Mannes, der zuletzt in Kassel wohnhaft war, entdeckten. Gegen 11.10 Uhr alarmierten sie die Polizei. Die 16-köpfige Mordkommission "Aussicht" nahm umgehend die Arbeit auf.

Eine Obduktion des Körpers im Institut für Rechtsmedizin ergab, dass der 58-Jährige an den Schussverletzungen starb. Aufgrund der vor Ort gesicherten Spuren und der Gesamtsituation gehe man außerdem davon aus, dass es sich bei dem Fundort der Leiche in der Feldmark auch um den Tatort handele, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz am Montag.

Im Zuge der Ermittlungen konnten Spezialkräfte bereits am Freitagnachmittag am Göttinger Schildweg einen mutmaßlichen Tatverdächtigen festnehmen: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Göttingen handelt es sich dabei um den 16 Jahre alten leiblichen Sohn des Getöteten.

Wie die Polizei am Montag außerdem bestätigte, werden "innerfamiliäre Gründe" als Motiv für die Tat angenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Jungen einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags. Eine Entscheidung des Amtsgerichts Göttingen dazu wird es am Dienstag geben.

Der Göttinger Schüler sei seit seiner Festnahme in fachärztlicher Betreuung untergebracht, teilte die Polizei weiter mit. Er habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Aktuell ermittle man intensiv im privaten Umfeld des 16-Jährigen, werte die Spuren aus und befrage unter anderem die Nachbarschaft.

Über Herkunft, Typ und Fundort der Tatwaffe, die von der Polizei beschlagnahmt wurde, würden mit Blick auf die laufenden Ermittlungen zurzeit keine Details bekannt gegeben. Auch zur der Frage, wie ein 16-Jähriger an eine scharfe Waffe gelangen konnte, mache man derzeit keine Angaben, so Kaatz am Montag.

Die Arbeit der Moko "Aussicht" geht unterdessen mit Hochdruck weiter. Aktuell sucht man nach einer Zeugin, die den Tatverdächtigen während seines Rückweges zu Fuß vom Tatort in Richtung Göttinger Innenstadt angesprochen haben soll.

Die Polizei Göttingen bittet Frauen, die am Freitag, 21. April, zwischen 10.30 und 14 Uhr auf der besagten Strecke Kontakt zu einem jungen Fußgänger hatten, sich unter Telefon 0551/4912115 zu melden.

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