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Schwimmen von Hann. Münden bis Vaake

Big Jump 2017 Schwimmen von Hann. Münden bis Vaake

Pünktlich um 14 Uhr ist am Sonntagnachmittag der Startschuss für den achten Big Jump in Hann. Münden gefallen. 47 Teilnehmer begaben sich ins kühle Nass und schwammen die Weser flussabwärts nach Vaake.

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Quelle: sw

Hann. Münden. „Als beeindruckende Leistung“ würdigte Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ) vor Startbeginn das Engagement der Schwimmer. Gleichzeitig verdeutlichte er die Symbolkraft des Langstreckenschwimmens: „Der Big Jump ist eine Aktion, bei der wir auf die Verschmutzung unserer Gewässer aufmerksam machen“, betonte Wegener. Als „absolut inakzeptabel“ bezeichnete er die durch Kali-Lauge versalzenen Gewässer der Region.

Aus ganz Deutschland kamen die Teilnehmer des achten Big Jumps. „Die weiteste Anreise hatte ein Schwimmer aus Wilhelmshaven“, erklärte Julia Bytom, Organisatorin der Veranstaltung. Neben zahlreichen jungen Teilnehmern ging auch eine 81-jährige Dame an den Start.

„Unser Zeil ist es, zu zeigen, dass es früher üblich war, frei in fließenden Gewässern zu schwimmen“, berichtete Bytom. Auf Anregung eines befreundeten DLRG-Ortsverbandes aus Friedrichshafen habe man sich daher entschlossen, diese Tradition einmal im Jahr aufzugreifen.

Big Jump 2017 in Hann. Münden

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Mit den Startnummern 14 und 15 gingen die beiden Gimter Rolf Dörhage und Peter Teune ins Wasser. „Ich bin das erste Mal dabei“, erzählte Dörhage, der selbst direkt an der Weser wohnt. Für ihn sei der ideelle Hintergrund besonders wichtig: „Ich will einen symbolischen Beitrag für die Reinheit des Flusses leisten.“ Geübt habe er für die Distanz nicht, sei jedoch „frohen Mutes“, dass er die Strecke meistern werde.

Peter Teune hingegen schwimmt nach eigenen Angaben täglich im Freibad und konnte sich so auf den Big Jump vorbereiten. Sorge bereiteten ihm die neun Kilometer daher nicht, allerdings riet er allen Teilnehmern, Schwimmschuhe zu tragen. „Der Wasserstand ist mit 1,25 Metern sehr niedrig, und  man trifft am Boden der Werra schon mal auf spitze Steine oder Geröll.“ Auch für ihn sei die Verschmutzung der Gewässer ein wichtiges Thema, auf das er mit seiner Teilnahme aufmerksam machen wolle.

Die „einmalige Möglichkeit, in einem Fluss zu schwimmen“, wollte Dagmar Wenzel aus Niestetal nutzen. Zum ersten Mal hörte sie vom Big Jump vor einigen Wochen und trainierte seitdem täglich. „Ich bin jeden Tag mehrere Kilometer geschwommen und wollte so ein Gefühl dafür bekommen, mich lange Zeit im Wasser aufzuhalten.“ Bereits zum vierten Mal nahm Andreas Gröling beim Hann. Mündener Langstreckenschwimmen teil. „Es ist ein absoluter Ausnahmezustand für mich, wenn ich in einem Fluss schwimmen kann“, erzählte er. Der sportliche Witzenhäuser hat nach eigenen Angaben schon viele Distanzstrecken im Wasser zurückgelegt. So nahm er unter anderem beim Cherryman in Witzenhausen und bei einem Triathlon in Prag teil. Doch nirgendwo gebe es die Möglichkeit, „eine solche Strecke mit Begleitschutz im Fluss zu schwimmen.“

„Bewegung ist gut für Körper und Geist“, begründete der Göttinger Jan Friedrich seine Teilnahme am Big Jump. Dabei bereite ihm die Bewegung im Wasser besonderes Vergnügen und sorge „für Harmonie und Entspannung.“ Auch die „Natürlichkeit des Flusswasser“ sei ausschlaggebend für seine Teilnahme am Big Jump. sw

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