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Das umsatzstärkste Jahr

Tourismus Das umsatzstärkste Jahr

Die langjährige Geschäftsführerin der Erlebnisregion Hann. Münden, Antje Jahn, sagt nach 27 Jahren Adieu. Sie wird ab Jahresbeginn für den Landkreis Göttingen im Projektbüro Südniedersachsen arbeiten und verabschiedet sich mit dem umsatzstärksten Tourismus-Jahr aus der Dreiflüssestadt.

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Antje Jahn

Quelle: Frank Beckenbach

Hann. Münden. 27 Jahre sind in der Tourismusbranche eine kleine Ewigkeit, die Antje Jahn mit vielen Projektinitiativen für den Hann. Münden Tourismus und die Naturparkregion Münden verbracht hat. Die Geschäftsführerin der Erlebnisregion Hann. Münden wird ab Jahresbeginn für den Landkreis Göttingen im Projektbüro Südniedersachsen arbeiten.

Die gebürtige Kielerin, die in der Nähe von Hamburg aufgewachsen ist, studierte Betriebswirtschaft in Hamburg und Tourismusbetriebswirtschaft in Heilbronn. Danach war sie nach einem halbjährigen Tunesienaufenthalt und einer Beratertätigkeit für Tourismus- und Kurberatung nach Hann. Münden gekommen.

Jahn kann in Hann. Münden auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Die Zahl der Beherbergungsbetriebe ist gestiegen, das Angebot wurde über die Jahre zeitgemäßer und die Zahl der Gästeübernachtungen ist zwischen 2009 und 2016 von 147208 auf 171045 Besucher pro Jahr deutlich gestiegen. „Und 2017 wird unser übernachtungsstärkstes Jahr“, sagt die 54-Jährige. „Das Frühjahr lief überdurchschnittlich und es gab, wie alle fünf Jahre, zusätzlich einen Documenta-Effekt.“

Stolz ist Jahn, dass Hann. Münden zu einer Drehscheibe der Radfernwege geworden ist. „Wir sind an den Weserradweg, den Werratal- und den Fuldatalradweg angeschlossen. Es wurden für die Zielgruppe besondere Angebote eingerichtet. Es gibt ein Fahrradhotel und Bett & Bike in Hann. Münden.“ Jahn bedauert, dass das Sattelfest vom Regierungspräsidium in Kassel auf Eis gelegt worden sei. „Das ist sehr traurig“, sagte Jahn, die auch ein Jahr den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft deutsche Fachwerkstraße innehatte. In Hann. Münden hat sie den „Urlaub im Fachwerkhaus“ eingeführt. Leerstehende Immobilien wurden zur Wohnungen und Feriendomizilen umgestaltet.

„Der Figur des Doktor Eisenbarth ist für die Vermarktung von Hann. Münden wichtig, auch wenn das manchmal anders gesehen wird“, sagte Jahn. Gerade für die ausländischen Touristen habe Eisenbarth große Bedeutung. Es gäbe das Eisenbarth-Grab, -Bier, -Torten, ein -Hotel und ein -Rundumprogramm sowie eine App. Drei Personen, eine aus Göttingen, seien derzeit als Dr. Eisenbarth für Hann. Münden aktiv. „Wir haben einen deutlich höheren Bedarf an Darstellern“, sagte Jahn. Eine Aufgabe für den Nachfolger.

Mit dem aus Hannover unterstützten Programm „about cities“ (aboutcities.de), Göttingen ist auch dabei, sollen mittels Reiseblogs über das Internet besonders junge Menschen angesprochen werden. Jahn betont immer wieder die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit anderen Städten, „um die weltoffenen Gäste abzuholen. „Wir haben Hann. Münden gut positionieren können“, sagte Jahn.

Ab Jahresbeginn wird Jahn ihre Erfahrungen im Projektbüro Südniedersachsen einsetzen. Dort wird sie ihrem Metier erhalten bleiben und sich voraussichtlich um Tourismussteigerung und die Steigerung der Lebensqualität in der Region sowie um die kulturelle und landschaftliche Attraktivität des Landkreises kümmern.

Von Frank Beckenbach

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