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Der Ochsenkopf leuchtet wieder

Arbeiten für den Brandschutz verzögern Neueröffnung Der Ochsenkopf leuchtet wieder

„Sie befinden sich in einem der sichersten Gebäude der Welt.“ Das hat Christian Möller am Donnerstagabend nicht ohne Sarkasmus gesagt. Der Pächter des Hann. Mündener Kulturcafés Ochsenkopf konnte den Betrieb erst ein halbes Jahr später als geplant wieder aufnehmen.

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Gino die Grazia gab zur Neueröffnung des Ochsenkopfs drei Stücke von Roger Cicero zum Besten.

Quelle: Wesche

Hann. Münden. Umfangreiche Brandschutzarbeiten und eine laut Möller vom Vermieter versäumte Eintragung der Nutzungsänderung verzögerten den fürs Frühjahr 2016 geplanten Umbau. Nachdem der Pächter und Musiker Chrisian Möller im Sommer 2015 mehr als 5.000 Besucher innerhalb von sechs Wochen in dem historischen Haus an der Sydekumstraße begrüßt hatte, veranlasste die städtische Immobiliengesellschaft IVM die Sicherungsmaßarbeiten und versprach die pünktliche Fertigstellung zur neuen Saison im Spätsommer 2016.

Doch daraus wurde nichts. Der Zeitplan sei laut Möller viel zu eng gestrickt gewesen. Der Sanierungsbeginn verzögerte sich immer wieder. Seine Kultursaison musste er schließlich absagen, Künstlerverträge rückabwickeln und sämtliche Marketingmaßnahmen auf Eis legen. Das kostete Geld und Nerven.

Am Donnerstagabend konnte Möller die Türen zum historischen Ochsenkopf wieder öffnen. In den vergangenen Monaten wurde die Holzdecke im Erdgeschoss nach der Brandschutznorm F60 saniert. Handwerker entfernten dafür Styropor und ummanteln die Decke mit Platten. Die Eingangstür wurde so umgebaut, dass sie sich nach außen öffnet. Zudem erhielt das 1528 in Ständerbauweise errichtete Gebäude große Fenster im Erdgeschoss.

Die Grundlagen für die neue Spielsaison in 2017 seien nun gelegt, betonte Möller. Den Auftakt macht am 21. März ein Konzert in drei Teilen. Zum einen sollen Schüler der im Ochsenkopf ansässigen Musikschule eine Plattform bekommen, um ihr Können zu zeigen. Im zweiten Teil werde er selbst die Frühlingssonate von Beethoven spielen. Den Abschluss soll der Künstler Gino di Grazia mit Stücken von Roger Cicero gestalten. Karten sind bei der Buchhandlung Winnemuth erhältlich. Die regelmäßigen Veranstaltungen werden ab Juni zweimal wöchentlich ausgerichtet. Das Programm hierfür stehe noch nicht abschließend fest.

Von Susanne Wesche

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