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Saisonabschluss für die „Europa“

Hann. Münden Saisonabschluss für die „Europa“

Die Flussschifffahrt-Saison in Hann. Münden geht zu Ende. Am Freitag, 27. Oktober, um 11 Uhr, startet die Passagierjacht „Europa“ zu ihrer letzten Fahrt.

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Am 27. Oktober endet die Flussschifffahrt-Saison.

Quelle: Christoph Mischke

Hann. Münden. Für die Schiffseignerin Anna Elisabeth Rehbein und ihren Ehemann und Schiffsführer Klaus Dieter Rehbein könnte es die letzte Fahrt auf dem eigenen Schiff sein, denn die beiden möchten aus Altersgründen verkaufen. Derzeit führen sie Gespräche mit potenziellen Investoren.

„Wir möchten gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen“, begründet Anna Elisabeth Rehbein ihren Entschluss, „vor allem mit den Enkeln und Urenkeln.“ Stets habe die Familie hinter dem Vollzeit-Job zurückstecken müssen. Diese Mischung aus Reiseunternehmen und Gastronomiebetrieb, so Rehbein, fordere einen rund ums Jahr. Umso mehr, als es immer schwieriger werde, gutes Personal zu finden. „Wir haben immer gesagt, wir machen keine halben Sachen“, sagt die Eignerin, deshalb komme auch ein Verchartern der „Europa“ nicht in Frage, nur ein Verkauf.

Anna Elisabeth und Klaus Dieter Rehbein

Anna Elisabeth und Klaus Dieter Rehbein.

Quelle: Mischke

Rund 500 000 Euro müsse ein Investor mitbringen, aber: „Mit Familie Rehbein kann man ja über alles sprechen“, sagt die 66-Jährige lächelnd. Im Moment habe man Interessenten für beide Varianten: für den Verkauf und Weiterbetrieb des Schiffes an bisheriger Stelle, aber auch für den Weggang der „Europa“. „Das Zweite wollen wir nach Möglichkeit vermeiden, weil es aus touristischer Sicht die schlechteste Lösung ist, aber wenn es nicht anders geht, dann ist es eben so.“

Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeichnet sich für die Liebhaber der Flussschifffahrt auf Fulda und Weser allerdings ab. Weil die Reiseunternehmen für Gruppen mindestens ein halbes Jahr im Voraus buchten und entsprechende Planungssicherheit benötigten, haben Rehbeins sich und den Investoren eine Frist gesetzt. „Sollten wir bis spätestens Mitte November niemanden gefunden haben“, sagt die Eignerin, „hängen wir noch ein Jahr dran.“

Von Christoph Mischke

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