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Menschliche Details

Gemeinschaftsausstellung Menschliche Details

Die Auseinandersetzung mit dem Körper und der Psyche stand im Mittelpunkt der offenen Kunstwerkstatt in den vergangenen Monaten. Als Projektidee des Hann. Mündener Vereins Kunst-Netz schufen elf kreative Köpfe eine besondere Perspektive auf den Menschen.

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Mariarosa Ostan-Herth (rechts) und Sabine Magdeburg malten auf 36 Einzeltafeln eine Frau. Die Teile können mithilfe von Magneten auf einer Tafel bewegt werden.

Quelle: Wesche

Hann. Münden. „Menschlich – Teil und Detail“ ist der Name der aktuellen Gemeinschaftsausstellung im Künstlerhaus in der Speckstraße. Was als Malkurs begann, entwickelte sich schnell zu einem integrativen Projekt, bei dem nicht nur gezeichnet und gewerkelt wurde, sondern zahlreiche Gespräche als Basis für die Kunst dienten. „Wir haben jede Woche zwei Stunden geredet und dann gearbeitet“, sagte Kursleiterin Mariarosa Ostan-Herth zur Vernissage am Sonnabend.

 

Neue und alteingesessene Künstler mit unterschiedlichsten Nationalitäten, Religionen und Lebensgeschichten haben ein Gemeinschaftswerk geschaffen. So zeigt die Ausstellung ein Puzzleporträt, das erst durch das Zusammenfügen der einzelnen Werke zu einem großen Gesamtkonzept wird. 

 

Die Künstler der Gemeinschaftsausstellung: Sabine Magdeburg (von links), Sabine Bachmann-Wetzstein, Margret Jaeckle, Yonas Alem, Barbara Brübach, Selina Hesse, Rahel Ghirmay, Verena Herth und Mariarosa Ostan-Herth. Es fehlen:Thomas SahleFilimon Teklebrhan.

Die Künstler der Gemeinschaftsausstellung: Sabine Magdeburg (von links), Sabine Bachmann-Wetzstein, Margret Jaeckle, Yonas Alem, Barbara Brübach, Selina Hesse, Rahel Ghirmay, Verena Herth und Mariarosa Ostan-Herth. Es fehlen:Thomas SahleFilimon Teklebrhan.

Quelle: Wesche

Die Künstlerinnen Ostan-Herth und Sabine Magdeburg schufen ein weiteres Highlight der Ausstellung. Auf einer doppelseitigen Tafel befindet sich eine Frau in 36 Einzelteilen. Alle Teile haften mit einem Magneten und sind frei verschiebbar. Als besonderen Effekt haben die Künstlerinnen die gleiche Person auf der Vorderwand in Frontalansicht und auf der Rückwand von hinten gemalt. 

 

Auch junge Künstler aus Eritrea stellen ihre Werke aus. Oft sind es tränen- und angstverzerrte Gesichter, die den Betrachter von ihren Leinwänden herab ansehen. Gearbeitet wurde aber auch mit Pappmaschee. So entstanden Masken, die in ihrer Vielfalt eine Mischung aus Verstecken, Schmücken und dem Wunsch nach Befreiung suggerieren.

 

Die Ausstellung „Menschlich – Teil und Detail“ ist noch bis zum 29. Januar im Künstlerhaus in der Speckstraße zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags 16 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags 12  bis 16 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Alle Werke können erworben werden. Die Einnahmen gehen an den jeweiligen Künstler.

Von Susanne Wesche

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