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Frau erliegt schweren Verletzungen

Brand in Hann. Münden Frau erliegt schweren Verletzungen

Die 38-jährige Bewohnerin, die vor drei Wochen bei einem Brand in einer städtischen Schlichtwohnung in Hann. Münden schwer verletzt wurde, ist in der Nacht zu Dienstag in der Medizinischen Hochschule Hannover gestorben. Nach Polizeiangaben ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Es waren in der Wohnung der Stadt Hann. Münden keine Rauchmelder installiert.

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Quelle: sw/Archiv

Hann. Münden. “Zum tragischen Tod der Bewohnerin in der Adalbert-Stifter-Straße, bekundet die gesamte Verwaltung der Stadt Hann. Münden ihre Trauer”, heißt es in der offiziellen Presseerklärung der Stadt Hann. Münden am Donnerstag. Bereits in der vergangenen Woche bestätigte Bürgermeister Harald Wegener den versäumten Einbau von Rauchmeldern. Nach §§ 44 Abs. 5  der Niedersächsischen Bauordnung sind diese Warnmelder seit Januar 2016 Pflicht.

 

“Wir werden nun mit den Mitgliedern der Fraktion sprechen, welche politischen Konsequenzen wir gegenbenfalls fordern”, erklärt Dr. Joachim Atzert, Fraktionsvorsitzender der SPD, auf Anfrage. Der Parteivorsitzende der CDU, Markus Jerrentrupp wollte sich zu möglichen politischen und personellen Folgen nicht äußern, forderte jedoch “eine klare Aufarbeitung der Verantwortlichkeit”. 

 

Mit dem Tod der Frau ändert sich auch der Tatbestand der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Bislang untersuchte man den Fall wegen fahrlässiger Körperverletzung. Nun steht der Verdacht auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen des Einbaus von Brandmeldern im Raum. 

 

Anders als die Mehrfamilienhäuser in der Adalbert-Stifter-Straße sind die Wohnungen des Gemeinnützigen Bauvereins in Hann. Münden ausgestattet. Auf Anfrage bestätigt Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins: „Unsere Wohnungen sind alle mit den gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmeldern bestückt.“ Drei Menschenleben konnten nach seinen Angaben allein im vergangenen Jahr durch die Warnmelder gerettet werden. Er habe die Ausstattung der 850 Wohnungen mit Rauchwarnmeldern bereits vor zwei Jahren veranlasst. Die Kosten für eine Dreiraumwohnung belaufen sich nach Wielands Angaben auf 1,98 Euro pro Monat, die als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. sw

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