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„Alles muss klein beginnen …“

Generationengarten Hardegsen „Alles muss klein beginnen …“

Die formalen Wege sind verschlungen, wenn für eine Idee finanzielle Unterstützung aus Fördertöpfen angezapft werden soll. In Hardegsen hat sich jetzt eine Initiative verschiedener Beteiligter auf den Weg gemacht. Ihr Ziel ist ein interkultureller Generationengarten.

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Die Hardegser hoffen auf Geld, um die Infrastruktur zu schaffen.

Quelle: DPA

Hardegsen. „Alles muss klein beginnen…“ - unter diesem Motto soll in der Kernstadt Hardegsen ein interkultureller Generationengarten wachsen. Die Idee für dieses Projekt ist aus Reihen der Ehrenamtlichen des Runden Tisches Willkommenskultur entstanden, erläutert Kerstin Lüpkes, Familien- und Generationenbeauftragte der Stadt. Inzwischen stehen viele in der Stadt dahinter. Die Stadt Hardegsen, die Seniorenwohnanlage Paschenburg, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, der Internationale Schulbauernhof, der Runde Tisch und der Umweltbeirat engagieren sich inzwischen in einem Trägerverbund für die Projektidee.

Als interkultureller Generationengarten soll das von der Stadt langfristig gepachtete, 1820 Quadratmeter große Grundstück unweit der Seniorenwohnanlage Paschenburg eine Begegnungsstätte für Menschen unterschiedlicher Kulturen, aber auch Jung und Alt werden, sagt Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Auch soll der Garten Platz für Aktivitäten im Bereich der Umweltbildung schaffen. Dass den künftigen Nutzern des Gartens kein festes Programm übergestülpt wird, erklärt Lüpkes, sei „der besondere Charme des Projektes“. Vielmehr solle das Projekt von den Nutzern selbstbestimmt „organisch wachsen“, heißt es.

Der Entwurf für den Generationengarten sei daher auch flexibel angelegt. Die vorhandenen Obstbäume und Gehölze sollen erhalten bleiben, das bestehende Gartenhaus repariert werden. Auch könnten der frühere Brunnen reaktiviert und Teile des Geländes als Parzellen - ähnlich den internationalen Gärten in Göttingen - bewirtschaftet werden, nennen Lüpkes und Kaiser Beispiele. Der Garten soll zudem Kindern Spielmöglichkeiten und Älteren Ruhemöglichkeiten bieten.

Als Kommune in der Leader-Region Harzweserland erhofft sich die Stadt eine Förderung aus EU-Töpfen, mit denen der ländliche Raum unterstützt werden soll. Dem Hardegser Projekt sind von der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG), dem Entscheidungsgremium für Projektanträge aus der Region, Chancen für eine Förderung attestiert worden - Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein Antrag gestellt werden kann. Die LAG hilft den Akteuren auch bei der Vorbereitung des Antrags. Dieser soll im Februar beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) gestellt werden. Das ArL entscheidet am Ende, ob Geld fließt.

Die Hardegser hoffen auf Geld, um die Infrastruktur zu schaffen. Gemeint ist damit beispielsweise das Anlegen der barrierefreien Wege.

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