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Anklage wegen Totschlags in Hardegsen

Auf offener Straße erstochen Anklage wegen Totschlags in Hardegsen

Der Todesfall der 23-Jährigen, die im Sommer 2016 in Hardegsen auf offener Straße erstochen wurde, kommt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat jetzt gegen den ehemaligen Lebensgefährten des Opfers Anklage wegen Totschlags erhoben.

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Der Todesfall der 23-Jährigen, die im Sommer 2016 in Hardegsen auf offener Straße erstochen wurde, kommt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat jetzt gegen den ehemaligen Lebensgefährten des Opfers Anklage wegen Totschlags erhoben.

Quelle: Heller

Hardegsen. Am Abend des 11. August soll der heute 29-jährige Hardegser laut Anklage seine Exfreundin in der Nähe des Kindergartens abgefangen haben, als diese ihr Auto abstellen wollte. Das Paar hatte zuletzt gemeinsam in Einbeck gelebt und sich kurz zuvor getrennt. Der Mann hatte erfolglos versucht, die Beziehung wieder aufzubauen. Am Tattag soll das Opfer mitgeteilt haben, dass sie den Kontakt abbrechen wollte und er das akzeptieren müsse. Das tat er offensichtlich nicht.

Nach einem halben Jahr führen die Ermittlungen zur Anklage

Am Abend war das spätere Opfer nach Zeugenaussagen auf dem Weg zu ihrer Schwester. Kurz nach 22 Uhr kam es dann zunächst zur verbalen Auseinandersetzung. Wenig später sahen Anwohner die Frau auf dem Bürgersteig der Stubenstraße zusammenbrechen. Mit mehreren Stichverletzungen im Rücken, in der Brust, an der Schulter und am Oberarm. Trotz der schnellen Hilfe von Nachbarn und Medizinern starb die 23-Jährige in der Nacht im Klinikum in der Folge der Verletzungen.

An der Stelle, an der die Frau zusammengebrochen war, erinnerten noch lange nach der Tat Blumen und Kerzen an die junge Tote. Anwohner berichteten in der Folge fassungslos von dem lauten Streit, den Schreien und Hilferufen der jungen Frau in der Nacht des 11. August. Die benachbarte St.-Mauritius-Kirche öffnete umgehend ihre Türen für Trauernde.

Der ehemalige Lebensgefährte wurde am 12. August zunächst vorläufig festgenommen und befindet sich seitdem auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Northeim in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf. Ein Haftprüfungstermin und eine Haftbeschwerde im Herbst vergangenen Jahres blieben erfolglos. Die 18-köpfige Mordkommission (Moko) „Stube“ arbeitete seither mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls, rief wiederholt auch die Bevölkerung zur Mitarbeit auf.

Nach einem halben Jahr haben die Ermittlungen jetzt zur Anklage geführt. Der 29-Jährige wird sich wegen Totschlags vor dem Schwurgericht Göttingen verantworten müssen.

Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

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