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„Busse sind nicht überfüllt“

100 Schüler in Northeim testen Kapazität von Linienbus „Busse sind nicht überfüllt“

Wie viel Platz ist tatsächlich in einem Bus? Und lässt sich die rechtlich zulässige Fahrgastbelegung überhaupt erreichen? Diese Fragen haben Vertreter des Landkreises Northeim und weiterer Einrichtungen am Mittwoch während einer nachgestellten „Busbelegung“ beantwortet.

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Die Schüler der Thomas-Mann-Schule und der Erich-Kästner-Schule sollten für die Aktion in einen Linienbus der Firma Weihrauch-Uhlendorff steigen.

Quelle: Wenzel

Northeim. Rund 100 Schüler der Thomas-Mann-Schule und der Erich-Kästner-Schule in Northeim sollten für die Aktion in einen Linienbus der Firma Weihrauch-Uhlendorff steigen. Der Bus verfügt den technischen Daten zufolge über 45 Sitz- und 50 Stehplätze. „Immer wieder erreichen uns Beschwerden von besorgten Eltern, dass die Busse überfüllt sind“, sagte Michael Klindt vom Landkreis Northeim und fügte an: „Mit dieser Demonstration wollen wir zeigen, dass wir die Beschwerden der Eltern ernstnehmen, aber auch, dass die Busse nicht überfüllt sind.“ Wenn ein Bus 95 Menschen Platz biete, sei der Bus laut Gesetzgeber erst mit 96 Passagieren überfüllt und damit nicht verkehrssicher. Die Initiative für den Test ging von einer Mutter in Einbeck aus.

Während der Aktion trugen die Schüler ihre Jacken und Schulranzen. Nach und nach stiegen sie in den Bus ein, bis kein Schüler mehr einen Sitz- oder Stehplatz fand. Von den 50 Stehplätzen waren am Ende 34 belegt. Für 16 Kinder war kein Platz mehr im Bus. Somit war der Bus voll, obwohl die maximal zulässige Fahrgastbelegung unterschritten wurde.

„Die Auslastung liegt nie bei 100 Prozent, sondern bei bis zu zwei Dritteln der Plätze im Bus“, erklärte Thomas Sindram von der Polizei Northeim-Osterode. Die Polizei kontrolliere gemeinsam mit dem Bundesamt für Güterverkehr wegen der Elternbeschwerden regelmäßig Busse. Überprüft werden dabei Technik, Ausrüstung und Platzbelegung.

Der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) und die Verkehrsbetriebe planen Klindt zufolge mit den Angaben des Landkreises zu den Zahlen der Schüler, die einen Anspruch auf Busbeförderung haben: „Sie planen mit etwa 70 bis 75 Prozent der Kapazität des Busses. Wenn wir beispielsweise 90 Schüler melden, überschreitet das den Wert für einen Bus mit Platz für 100 Personen. Zwei Busse werden dann geschickt.“

Von Alisa Altrock

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