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Der perfekte Brandeinsatz

Kreisleistungswettbewerb Der perfekte Brandeinsatz

44 Teams haben am Sonntag um die Wette fiktive Brände gelöscht. Hunderte uniformierte Menschen strömten mit ihren blank polierten Einsatzwagen für den Kreisleistungswettbewerb der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Northeim zur Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen.

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Quelle: Arne Bänsch

Northeim. 44 Teams haben am Sonntag um die Wette fiktive Brände gelöscht. Hunderte uniformierte Menschen strömten mit ihren blank polierten Einsatzwagen für den Kreisleistungswettbewerb der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Northeim zur Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen.

Zu neunt mussten die Gruppen die Lage „Feuer im Dachgeschoss, Gefahr der Ausbreitung“ unter den prüfenden Blicken der Wettkampfrichter unter Kontrolle bringen. Jede Sekunde und jede Abweichung von der Dienstvorschrift kosteten Punkte. Parallel stellten sich Teams in zwei Klassen der Aufgabe: Mit oder ohne festeingebaute Pumpe im Einsatzfahrzeug. In der anschließenden „Sonderprüfung“ mussten die Feuerwehrleute im Schulgebäude ihr Fachwissen unter Beweis stellen. Unter den Teilnehmern war das fast ausschließlich aus Frauen zusammengesetzte Team der Ortsfeuerwehr Hohnstedt. Auf ihren Shirts war zu lesen: „Echte Prinzessinnen kommen nicht im Kleid, sondern in Einsatzkleidung.“

Lediglich die drei zuvor festgelegten Positionen im Team Hohnstedt waren durch Männer besetzt: Der Gruppenführer, Melder und Maschinist. „Wir sehen uns als Unterstützer für unsere Mädels und stehen voll und ganz hinter ihnen“, sagte Maschinist Björn Brauns. Um dies zu unterstreichen hätten sie sich die rosafarbenen Poloshirts bedrucken lassen. Die Frauen zogen vor Antritt ihr Los, das sie je zu zweit dem Angriffs-, Wasser- oder Schlauchtrupp zuordnete. „Wer in diesem Sechsertrupp antritt, weiß am Morgen noch nicht, was auf ihn zukommen wird“, sagte Rolf Engelke, Leiter des Fachbereichs Wettkampf im Landkreis. Die Gruppe Hohnstedt hatte zuletzt zwei Mal wöchentlich trainiert.

Im „erste Zeittakt“ der Übung mussten die Feuerwehrleute ihre Pumpe mit einer Löschwasserquelle verbinden. Daraufhin verlegte der Angriffstrupp im zweiten Zeittakt eine Leitung zu einem Verteiler. Dort nahm das Team die Anweisung des Gruppenführers „Geht über das Flachdach rein!“ entgegen. Der Wassertrupp musste das brennende Gebäude, modelliert durch ein Gerüst, regelkonform über eine Leiter erklimmen und von dort den ersten „Brandherd“ bekämpfen. Der Angriffs- und Schlauchtrupp mussten in den Zeittakten drei und vier jeweils noch einmal möglichst schnell ein weiteres Metallziel mit den Wasserstrahl treffen.

34 Richter nahmen die Zeiten, prüften die Einhaltung der Dienstvorschriften und vergaben eine Note für das Erscheinungsbild von Team und Fahrzeug. „Es gibt so etwas wie ein Regiebuch, das hier eingehalten werden muss“, sagte Martin Heering, Engelkes Stellvertreter. Die gemessenen Sekunden sowie eventuelle Strafpunkte wurden von der Startpunktzahl 500 abgezogen. In der nachfolgenden Sonderprüfung galt es, keine weiteren Minuspunkte zu sammeln. Die Teammitglieder mit fester Position mussten Multiple-Choice-Fragen beantworten, Koordinaten einem Ort auf der Waldbrandeinsatzkarte von Moringen zuordnen und Feuerwehr-Knoten vorführen.

Das Team aus Hohnstedt erzielte mit 362,313 Punkten einen 17. Platz. „Wir wollen zeigen, dass Frauen auch in die Feuerwehr gehören und körperlich nicht unterlegen sind“, sagte die 22-jährige Laura Eckstein. Teamkollegin Lea Lobmeier, 16 Jahre alt, fügte hinzu: „Und wir wollen noch mehr Frauen dazu motivieren, der Feuerwehr beizutreten.“

Zu neunt mussten die Gruppen die Lage „Feuer im Dachgeschoss, Gefahr der Ausbreitung“ unter den prüfenden Blicken der Wettkampfrichter unter Kontrolle bringen. Jede Sekunde und jede Abweichung von der Dienstvorschrift kosteten Punkte. Parallel stellten sich Teams in zwei Klassen der Aufgabe: Mit oder ohne festeingebaute Pumpe im Einsatzfahrzeug. In der anschließenden „Sonderprüfung“ mussten die Feuerwehrleute im Schulgebäude ihr Fachwissen unter Beweis stellen. Unter den Teilnehmern war das fast ausschließlich aus Frauen zusammengesetzte Team der Ortsfeuerwehr Hohnstedt. Auf ihren Shirts war zu lesen: „Echte Prinzessinnen kommen nicht im Kleid, sondern in Einsatzkleidung.“

Edesheim hat die Nase vorn

Den ersten Platz in der Klasse FPN - mit im Fahrzeug eingebauter Pumpe - belegte die Ortsfeuerwehr Edesheim mit 419,529 Punkten. Die Gruppe Altgandersheim I erzielte die zweithöchste Punktzahl, 409,50, dicht gefolgt von Naensen I mit 408,986 Punkten. Unter den Teams, die mit mobiler Pumpe in der Klasse PFPN antraten, siegte die Ortsfeuerwehr Asche II mit 435,72 Punkten. Opperhausen erhielt für 435,086 erzielte Punkte den Silberpokal und die Gruppe Gillerseim I wurde Dritte mit 420,516 Punkten.

Von Marie Niederleithinger

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