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"Das Ding ist Gold wert"

Neuer Hubboden für das Hallenbad in Nörten "Das Ding ist Gold wert"

Mehr als 40 Jahre hat die Hydraulik der Hubbodenanlage im Hallenbad von Nörten-Hardenberg ihren Dienst geleistet, jetzt muss sie erneuert werden. Die Funktionalität der Anlage ist für das Schwimmbad existenziell, wie Jürgen Werner, Vorstand der Betreibergenossenschaft, erklärt.

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Quelle: mze

Nörten-Hardenberg. Mit dem Hubboden lässt sich die Wassertiefe des Schwimmbeckens mechanisch verstellen. Im Nörten-Hardenberger Hallenbad ist es möglich, einen Teil des großen Schwimmbeckens auf Wassertiefen von 30, 60, 90, 125 oder 180 Zentimeter einzustellen. "Das Hallenbad wird intensiv von Therapeuten und Vereinen genutzt", sagt Werner. Für viele Kurse und Übungen seien unterschiedliche Wassertiefen erforderlich. Neben dem warmen Wasser, das konstant eine Temperatur von etwa 30 Grad habe, sei es darum der Hubboden, der das Hallenbad vor allem für therapeutische Anwendungen so attraktiv mache.

Doch auch für das Schulschwimmen werde die Vorrichtung benötigt, denn dafür sei eine Tiefe von 125 Zentimetern nötig. Sechs Schulen und zwei Kindergärten nutzen derzeit das Hallenbad in Nörten-Hardenberg für den Schwimmunterricht, erzählt Werner. "Das ist auch ein Grund, warum die Genossenschaft gegründet wurde", ergänzt Manfred Mocha, zweiter Vorsitzender der Hallenbad-Genossenschaft, die das Schwimmbad seit 2005 betreibt. "Wir wollen, dass unsere Kinder schwimmen können, und das lernen sie hier."

Damit das weiterhin so bleibt, musste das Schwimmbad am 24. Juni vorübergehend geschlossen werden. Zunächst wurden 800 Kubikmeter Wasser aus dem Becken gepumpt, erzählt Mocha. Dann habe die Arbeit am Hubboden begonnen. "Unsere Eltern und Großeltern haben hier vor 40 Jahren gute Arbeit geleistet", schwärmt Mocha von der Qualität der alten Hubbodenanlage, die nun ausgetauscht werden musste. Der gelernte Ingenieur hofft, dass die neuen Bauteile, darunter zwei Hubkolben, Rollen, eine Hydraulikpumpe und ein Elektromotor, ebenso lange in Betrieb sein werden wie die alten. 20000 Euro koste die Baumaßnahme, die von der Genossenschaft geschultert werde. Für Mocha eine in jedem Fall lohnenswerte Investition: "Das Ding ist Gold wert für die variable Nutzung des Hallenbads. Es ist unser Goldstück."

Die einmonatige Betriebspause werde nebenbei genutzt, um kleinere Reparaturen durchzuführen und eine gründliche Reinigung des Beckens vorzunehmen, erklärt Mocha. "Außerdem ist gerade der neue Brandschutz in Vorbereitung." In den Herbstferien sollen dann Fluchtwege gekennzeichnet, Fluchttüren eingebaut und eine unabhängige Stromversorgung installiert werden, die auch bei Stromausfall die Notausgangschilder mit Licht versorgt. Die Hälfte der Arbeit könne während des laufenden Betriebs durchgeführt werden, sagt Mocha. Die andere Hälfte werde entweder morgens vor der Öffnung oder abends nach der Schließung verrichtet werden. "Der Betrieb wird jedenfalls nicht beeinflusst werden", erklärt der zweite Vorsitzende der Hallenbad-Genossenschaft. 70000 Euro seien für den neuen Brandschutz veranschlagt.

Zunächst stehe aber der Abschluss der Arbeiten am Hubboden im Vordergrund, sagt Werner. Sobald die Maßnahmen an der Anlage in den kommenden Tagen beendet seien, werde das Becken wieder mit Wasser gefüllt, was zwei bis drei Tage dauern werde. Im Anschluss müsse das Wasser noch auf etwa 30 Grad erwärmt werden, so Werner. Wenn alles wie geplant laufe, könne das Hallenbad dann am Montag, 24. Juli, mit voll funktionstüchtigem Hubboden wieder für Besucher öffnen. mze

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