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Geistlicher Impuls für Radler

Marienkirche war für Radwanderer geöffnet Geistlicher Impuls für Radler

Mit einem geistlichen Impuls und selbstgebackenem Kuchen hat Prädikantin Gertrud Brandtner am Sonntagnachmittag Gäste in der Nörten-Hardenberger Marienkirche begrüßt. Das barocke Gotteshaus ist selten geöffnet, bedauern Wanderer auf dem Leine-Heide-Radweg.

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Segen in der romanischen Krypta: Gertrud Brandtner und Joachim Füseler.

Quelle: mic

Nörten-Hardenberg. „Mich rufen regelmäßig interessierte Bürger an, um sich die Kirche neben dem Gut Marienstein zeigen zu lassen“, sagt Küster Joachim Füseler. Seine Telefonnummer ist im Schaukasten vor dem Gotteshaus angegeben. Seit Eröffnung des Leine-Heide-Radwegs 2014, so der Küster, habe das deutlich zugenommen. Für eine durchgehende Öffnung der barocken Kirche fehlten der evangelisch-lutherischen Emmaus-Gemeinde, die in Nörten und Bishausen 2500 Mitglieder zähle, jedoch die Ehrenamtlichen.

„2014 haben wir es während des Sommers immerhin geschafft, an drei Sonntagnachmittagen zu öffnen“, berichtet Brandtner. Jeweils 20 Personen seien gekommen. Dann hätten sie zwei Jahre ausgesetzt. 2017 sei die Kirche nur an einem Sonntag offen. „Wir haben derzeit keinen Pastor, bei uns läuft alles auf Sparflamme“, erklärt Brandtner. Am Sonntag, 6. August, werde die neue Pastorin, Selma Gieseke-Hübner, eingeführt.

Ganz ohne kirchliches Leben ist das 1724 geweihte Gotteshaus jedoch nicht. „An einem Sonntagabend im Monat feiern wir Gottesdienst“, sagt Brandtner. So war es auch Sonntag. Es gebe zudem ökumenische Gottesdienste. Kirchliche Frauen- und Seniorenkreise buchten Führungen und feierten anschließend eine Andacht. Auch als Hochzeitskirche sei das Gotteshaus beliebt.

„Das Gebäude gehört der Klosterkammer“, nennt Brandtner eine Besonderheit. Die Behörde verwalte Vermögen, das nach der Auflösung der Klöster während der Reformation und Anfang des 19. Jahrhunderts bei der Säkularisierung in Staatsbesitz gelangt sei. Die Emmaus-Gemeinde müsse nur die Nebenkosten tragen. Die Kirche stehe auf dem Trümmern eines 1102 gegründeten Benediktinerklosters. Der Vorgängerbau sei während der Dreißigjährigen Kriegs – bis auf die romanische Krypta – zerstört worden.

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