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Saisoneröffnung am PS-Depot in Einbeck Er läuft...

Gut 200 Fahrzeuge stehen in der großen Halle des PS-Depots für Nutzfahrzeuge am Otto-Hahn-Park in Einbeck. Und stetig werden es mehr. Die Dependance des PS-Speichers hat am Sonnabend zum Saisonauftakt die Tore geöffnet und dabei den Besuchern einige Neuzugänge vorgestellt.

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Opel-Besitzer Herbert Röhricht (links) und Friedel Oppermann, ehrenamtlicher Werkstattleiter im PS-Depot in Einbeck

Quelle: Eichner-Ramm

Einbeck. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich der Opel-Blitz-Abschleppwagen, den sein Besitzer Herbert Röhricht vor gut 30 Jahren in einer Scheune vor dem Verschrotten gesichert hatte. „Verschrotten kann man nur einmal“, sagte der Einbecker, der einst im Auftrag des Autohauses Büchner mit dem gelben Blitz-Abschleppwagen unterwegs war. Das Fahrzeug dem PS-Deopt zu schenken, sei die beste Möglichkeit zu verhindern, „dass nach mir das Ding verschrottet wird“, betonte Röhricht vor Oldtimerfans und Medienvertretern, die zur Saisoneröffnung nach Einbeck gekommen waren. Es war angekündigt gewesen, den Motor von Röhrichts 60 Jahre altem Abschleppwagen erstmals wieder zu starten. Dass das funktionierte, dafür hatten in den vergangenen Wochen die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Friedel Oppermann gesorgt. Beide nahmen in dem Gefährt Platz. Oppermann drehte den Schlüssel um und der Motor schnurrte. Auch die eingerostete Bremse habe repariert werden können, sagte Röhricht. Jetzt soll der Opel-Blitz-Abschleppwagen noch für den Tüv hergerichtet werden, erfuhren die Gäste in der großen Halle.

Dort waren auch die weiteren Neuzugänge zu bestaunen. Der Stifter des PS-Speichers und Oldtimer-Sammler Karl-Heinz Rehkopf habe den Worten von Marketingleiter Alexander Kloss zufolge „ein Gespür für die ganz besonderen Fahrzeuge“. Seit Eröffnung des PS-Depots für Nutzfahrzeuge seien rund 100 neue hinzugekommen. Dazu zählen auch zwei originale Fernseh-Übertragungswagen des Norddeutschen Rundfunks. In beide konnten die Besucher am Sonnabend einen Blick ins Innere werfen. Es wirkte, als hätten die Fernsehleute nur mal eben den Wagen verlassen und kämen gleich wieder. Baujahre der beiden Übertragungswagen Mercedes Benz LP sind 1960 und 1975.

Ebenfalls neu in der Halle wurde der 500-PS-starke Superliner von Mack, Baujahr 1986, präsentiert. Jener Vater, der am Sonnabend mit seinem Junior durch die Fahrzeugausstellung streifte, staunte beim Anblick des gewaltigen Acht-Zylinder-Trucks. „Die große Feuerleiter mit 52 Metern“, nannte Erhard Vogt, Förderfreund der Kulturstiftung Kornhaus, als eines der Fahrzeuge, die ihn besonders beeindruckten. Er sei schon im vergangenen Jahr im PS-Depot gewesen, doch die kleinere Nebenhalle kannte auch er noch nicht. Sie war am Sonnabend erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Dort wurden Baumaschinen, Fahrzeuge aus der Landwirtschaft, „echte Dampfmaschinen und Dampfwalzen“, wie Kloss betonte, aber auch eine stattliche Sammlung an Militärfahrzeugen untergebracht – die Haupthalle war zu klein geworden. Vom Jeep der US-Army über den Wehrmachts-Lkw bis hin zum weiß lackierten Daimler Motor Company Ferret Scout Car MK2, einem Panzerwagen mit Schriftzug der Vereinten Nationen, reicht hier die Palette der Exponate.

Um sie kümmern sich unter anderem die ehrenamtlichen Mitarbeiter Andreas Bock und Martin Everding. „Das ist hier schon wie ein großer Spielplatz“, bezeichnete Everding das PS-Depot mit Augenzwinkern. Da verbrächten Männer wie sie gerne ihre Freizeit, um die alten Fahrzeugen wieder zum Laufen zu bringen. So wie den Opel-Blitz-Abschleppwagen, der an diesem 1. April längst nicht der einzige Star war.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017