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Arbeitslose über Sportangebote informiert

Northeims Arbeitslose über Sportangebote informiert

Das Spiel- und Sportfest in Northeim hat am Dienstag zum zweiten Mal Sport und Information verbunden. Bei der Veranstaltung von Jobcenter Northeim, Stadtsportbund Göttingen (SSB) und Kreissportbund Northeim-Einbeck (KSB) konnten Arbeitslose sich über Sportangebote informieren.

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Spiel- und Sportfest von Stadtsportbund Göttingen sowie Jobcenter und Kreissportbund Northeim.

Quelle: Foto: Hinzmann

Northeim. „So ein Fest ist eine gute Möglichkeit, mit Interessierten unkompliziert ins Gespräch zu kommen“, sagte Michaela Ludwig vom Jobcenter Northeim. Und für Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) sind Sportvereine eine wichtige Kommunikationsstätte, in der Menschen nicht nur viel über sich lernen, sondern auch leicht mit anderen in Kontakt kommen können. Deshalb begrüße sie das Projekt „Sport verein(t)“.

Bei dem vom SSB ins Leben gerufenen Projekt wird Langzeitarbeitslosen für ein Jahr die Mitgliedschaft in einem Sportverein ihrer Wahl finanziert. „Wir machen dieses Projekt mit insgesamt sechs Jobcentern in Südniedersachsen“, sagte Hans-Jürgen Mack vom SSB. Denn viele Arbeitslose würden gern in einem Sportverein aktiv sein, könnten sich aber den Mitgliedsbeitag nicht leisten. „Oder sie können ihren Kindern es nicht ermöglichen, im Verein zu sein, obwohl der Kontakt zu anderen Kindern für die Entwicklung gut ist“, sagte Ludwig.

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Das Spiel- und Sportfest in Northeim hat am Dienstag zum zweiten Mal Sport und Information verbunden. Bei der Veranstaltung von Jobcenter Northeim, Stadtsportbund Göttingen (SSB) und Kreissportbund Northeim-Einbeck (KSB) konnten Arbeitslose sich über Sportangebote informieren.

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Seit dem Start des Projektes im März 2016 seien bereits für 120 Langzeitarbeitslose Mitgliedschaften vermittelt worden. Doch sei die kostenlose Mitgliedschaft nur eine von mehreren Möglichkeiten, die Arbeitslose in Anspruch nehmen können. „Nur wissen sie oftmals nicht, welche Möglichkeiten sie trotz ihrer Arbeitslosigkeit haben“, sagte Ludwig. Auch Sportvereine wie die Turngemeinde Northeim nutzen am Dienstag die Gelegenheit, ihre unterschiedlichen Sportangebote vorzustellen. „Ich habe viele Gespräche geführt, in denen ich den Interessierten erklärt habe, dass sie bei Interesse auch gern vorbeigekommen können, um sich den Kurs erst einmal anzugucken. Und das hierfür noch keine Mitgliedschaft notwendig ist“, erklärte die Geschäftsstellenleiterin der Turngemeinde Kerstin Ißmer. Sie unterstütze das Projekt „Sport verein(t)“, da aus ihrer Sicht jeder die Chance haben sollte, Sport zu treiben. „Außerdem handelt es sich bei einem Sportverein auch um eine Gemeinschaft, sodass die Teilnehmer dann auch Teil einer Gruppe sind“, sagte sie. Auch in ihrem Verein seien bereits einige Mitgliedschaften durch das Projekt vermittelt worden.

Mini-Sportabzeichen

Während die Erwachsenen sich an den Ständen beraten lassen konnten, konnten die Kinder unter anderem das Mini-Sportabzeichen ablegen. „Wir wollen, dass Kinder früh mit Bewegung anfangen und dabei Spaß haben“, sagte Mack. Für das Mini-Sportabzeichen galt es einen kleinen Parcours mit Laufen, Springen und Werfen zurückzulegen.

Ein weiterer Programmpunkt während des Festes war die Eröffnung der Wanderausstellung „Minijob? Da geht noch mehr!“ durch die Landrätin. Die Ausstellung, die noch bis Donnerstag, 24. August, im Jobcenter des Landkreises Northeim zu sehen ist, soll auf die Gefahren, die ein Minijob mit sich bringt, hinweisen. „Ein Minijob mag zwar zum Beispiel für junge Mütter erst mal attraktiv sein, doch ist er nicht unbedingt für einen längeren Zeitraum geeignet“, sagte Klinkert-Kittel.

Von Vera Wölk

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