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„Festival der Superlative“

Fachwerk-Fünfeck „Festival der Superlative“

Es war ein Auftakt nach Maß, den das Denkmal!Kunst-KunstDenkmal-Festival (DKKD) am späten Freitagnachmittag hinlegte. Die Osteroder Stadthalle war rappelvoll mit fachwerkbegeisterten Gästen, die sich auf Kommendes freuten.

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Bernd Demandt (l.) und Sigmar Gabriel
 

Quelle: Michael Paetzold

Osterode. Bundesminister Sigmar Gabriel gab in seinen Ausführungen ein klares Bekenntnis zu den historischen Beständen in Südniedersachsen ab, kein Wunder, ist er doch vorbelastet durch seine prächtige Heimatstadt Goslar. Fachwerk sei das Gesicht der Region, stellte er richtig fest, die Bürger seien stolz auf ihre Orte oder müssten es zumindest sein. Ihr Erhalt zeuge von großem Gemeinschaftssinn, einen Gedanken, den später Torsten Janßen, Vorstandsmitglied der Volksbank im Harz eG als Hauptsponsor, aufgriff und den genossenschaftlichen Gedanken vertiefte. „Was einer alleine nicht schafft, das schafft man gemeinsam“, bezog er sich auf die Dimensionen des Festivals.

Orte sollen Heimat sein

Heimat bezeichnete Gabriel als einen inzwischen wieder modernen Ausdruck, der angesichts unserer schnelllebigen Zeit einen Ort beschreibt, an dem man gerne lebt und sich Zuhause fühlt. „Unsere Fachwerkstädte müssen uns Heimat sein, liebens- und lebenswert“, sagte er.

Ein derartiges Fachwerkfestival zu veranstalten, habe er immer als unglaublich gutes Projekt empfunden, würdigte der Bundesminister Organisator Bernd Demandt, der vor zehn Jahren erstmals eine derartige Veranstaltung in Hann. Münden organisiert hatte. Gabriel hatte sie damals eröffnet. Dessen Appell am vergangenen Freitag zu Beginn der zehntägigen Veranstaltung, die gleichzeitig in den fünf Städten des Fachwerk-Fünfecks Osterode, Northeim, Hann. Münden, Duderstadt und Einbeck läuft: „Lassen wir uns vom Festival inspirieren und von der Begeisterung der vielen Aktivisten infizieren.“

Dank an die Ehrenamtlichen

Schon lange begeistert und infiziert ist der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker. Sein Dank ging an die vielen Ehrenamtlichen, die in den fünf Städten für das Zustandekommen des Festivals gesorgt haben. Dr. Bernd von Garmissen, stellvertretender Landrat von Northeim, versicherte für die Landkreise Göttingen und Northeim, man werde sich bei der Instandhaltung der Städte einbringen und die Arbeit unterstützen.

Absolutes Highlight des Eröffnungsabends war die Präsentation der Sandkünstlerin Anne Löper, die übertragen auf eine Großleinwand auf ihrem Arbeitstisch immer neue Bilder schuf und sich sensibel den alten, liebgewonnenen Bauwerken widmete. Eine tolle Vorstellung, für die es viel Applaus gab. Von der Qualität der Kunstwerke, die derzeit in der Schachtrupp-Villa zu sehen sind, überzeugte sich Gabriel bei einem Rundgang.

Am Samstagabend spielt dort die Band New Hot Club de Ruhr im Rahmen des Festes vor etwa 90 Jazzbegeisterten im Blauen Saal.

Von Michael Paetzold

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