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SPD sucht Wahlkreiskandidaten

Schwiegershausen SPD sucht Wahlkreiskandidaten

Wer tritt die Nachfolge des SPD-Abgeordneten Wilhelm Priesmeier an? In Schwiegershausen präsentierten sich Andreas Philippi (Herzberg), Jürgen Horst (Nörten-Hardenberg) und Markus Seidel (Einbeck), die bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 52 Goslar/Osterode/Northeim für die SPD antreten wollen.

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Die drei Bewerber für die Priesmeier-Nachfolge: Markus Seidel, Jürgen Horst und Andreas Philippi (v.l.).

Quelle: Kerstin Pfeffer-Schleicher

Schwiegershausen. Es werde ein hartes Wahljahr mit der Bundestagswahl im September und der Landtagswahl einige Monate später, stimmte Karl Heinz Hausmann, der den verhinderten Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Göttingen, Thomas Oppermann, vertrat, die Mitglieder während der ersten von vier Kandidatenvorstellungen ein.

Termin

Drei weitere Kandidatenvorstellungen finden in Dassel, Goslar und Northeim statt. Am Sonnabend, 18. Februar, will die SPD-Wahlkreiskonferenz in Katlenburg ihren Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 52 nominieren.

Danach hatten die drei Bewerber Gelegenheit, sich und ihre politische Agenda vorzustellen. „Wir sind nichts ohne euch“, hob Philippi (51), Chirurg aus Herzberg, die Bedeutung der Basis hervor. Gemeinsam mit ihr wolle er Projekte voranbringen sowie auf die wirtschaftlichen und touristischen Möglichkeiten des Wahlkreises hinweisen. „Ich will ein Schrittmacher für die Region und eine laute Stimme in Berlin sein“, versprach er. „Bei der SPD bleibt Fakt Fakt“, unterstrich Philippi angesichts eines „postfaktischen Zeitalters“. Entscheidungen würden nach Faktenlage getroffen und den Wählern keine Lügen aufgetischt.

 

„Wir müssen klar und deutlich sagen, was wir wollen“, forderte der 53-jährige Horst aus Nörten-Hardenberg, der im gehobenen Polizeidienst tätig ist. Als Stichworte nannte er mehr soziale Gerechtigkeit, einheitliche Renten und gerechte Löhne. Ebenso wie Frank-Walter Steinmeier es für den Bundespräsidenten postuliert habe, müssten auch die Politiker in der Region Mutmacher sein, die Themen unumwunden ansprechen. Er werde sich für die innere Sicherheit einsetzen, kündigte Horst an. Die dünne Besetzung vieler Polizeidienststellen sei für ihn nicht hinnehmbar.

 

Schockiert über Rechtsruck

 

Rechtsradikale Umtriebe in der Region seien für ihn 1989 der Grund gewesen, in die SPD einzutreten, erklärte Seidel (47) aus Einbeck, der im Vertrieb und Marketing einer Brauerei arbeitet. Deshalb sei er schockiert über den Rechtsruck in der Gesellschaft und das Erstarken brauner Geister. „Das wird die größte Herausforderung: Die Menschen zu überzeugen, dass wir Antworten auf ihre Fragen haben“, prophezeite er. Die SPD täte gut daran, sich nicht auf die Argumente „dieser Rattenfänger“ einzulassen, sondern diesen positive Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Rechtsstaatlichkeit entgegenzusetzen, betonte er.

 

Von Kerstin Pfeffer-Schleicher

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