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45 Pferde beim Holzrücketag am Start

Zehn Hindernisse zu bewältigen 45 Pferde beim Holzrücketag am Start

45 Pferde haben beim Holzrücketag in Ebergötzen ihr Können gezeigt. 24 von ihnen rückten die Stämme im Einspänner, zwölf im Zweispänner und neun im Dreispänner. Norbert Rudolph hat die Veranstaltung bereits zum vierten Mal ausgerichtet.

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Beim Holzrücketag in Ebergötzen haben die Pferde in drei Kategorien  ihr Können gezeigt.

Quelle: Wölk

Ebergötzen. „Wir haben Anmeldungen aus sieben Bundesländern und auch einen Starter aus Holland“, berichtete Rudolph. Dass auch aus anderen Bundesländern Gespanne nach Ebergötzen kommen, macht ihn stolz. Das zeige, dass das Interesse an seiner Veranstaltung da sei.

Der älteste Teilnehmer war etwa 60 Jahre alt und somit fünfmal so alt wie die jüngste Starterin mit ihren zwölf Jahren. Alle Pferde mussten von ihrem Fuhrmann durch zehn Hindernisse gelenkt werden. Hierbei kam es besonders darauf an, dass die Kaltblüter genau auf die gegebenen Kommandos reagierten. Denn bereits wenige Zentimeter entschieden über Erfolg oder Misserfolg bei einer Aufgabe.

45 Pferde beim Holzrücketag in Ebergötzen am Start.

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Zu den Aufgaben gehörten zum Beispiel das Ablegen eines Stammes als Wippe oder das Ziehen des Holzstammes über andere Stämme. Die meisten Anweisungen gaben die Starter im Parcours über die Stimme, so auch David Dette, der mit seinem Zweispänner, Udo und Max, aber an einigen Hindernissen leichte Probleme hatte. So funktionierte die Wippe nicht ganz, und zum Abschluss der Aufgabe lag der Stamm nicht komplett bündig auf den anderen Stämmen. Immer wieder gab Dette Kommandos, doch seine Pferde wollten die Aufgaben lieber schnell statt wie von Dette gewünscht langsam und sicher hinter sich bringen.

Zu den Übungen gehörte zudem, dass die Gespanne sich in einem Viereck um die eigene Achse drehen mussten, ohne die Abgrenzungen zu berühren. Für Begeisterung beim Publikum sorgte Gerald Korten mit seinen beiden Mini-Shettys Joep und Max. Denn die beiden kleinen Ponys reagierten auf jedes „Brr“ oder Hüh“ ihres Besitzers und zeigten daher an jedem der zehn Hindernisse eine gute Leistung. Auch bei der Schlussaufgabe, dem bündigen Ablegen des gerückten Stammes, waren die Mini-Shettys vollkommen auf Korten konzentriert und bewegten sich wie gewünscht langsam Zentimeter für Zentimeter vor, bis der Stamm in der richtigen Position war. Für ihren Auftritt erhielten sie starken Applaus vom Publikum, das begeistert war, für was zu Leistungen die beiden Kleinen in der Lage waren. „Mit Rückepferden kann im Wald schonend Holz bewegt werden“, erklärte Organisator Rudolph.

Außer dem Wettbewerb im Holzrücken gab es auch noch ein Rahmenprogramm, hier war unter anderem ein Kuhgespann zu sehen. Am Sonntag traten die Peitschenknaller aus Bad Lauterberg auf. „Früher hat das Peitschenknallen beim Holzrücken im Wald eine große Rolle gespielt“, erläuterte der Vorsitzende Bernfried Saatze. So haben die Fuhrmänner durch das Knallenlassen der Peitsche den Pferden signalisiert,wann sie anziehen durften.

„Aber dabei wurden die Pferde nicht geschlagen“, betonte Saatze. Wichtig war das Knallen auch an Engstellen, an denen es bei Begegnungen zweier Gespanne zu Unfällen hätte kommen können. Hier gab es vorher nach Aussage von Saatze Ausweichmöglichkeiten, in denen der Fuhrmann hielt und dann seine Peitschen knallen ließ und auf eventuelle Antworten, ebenfalls als Knallen, wartete. Erst wenn er keine erhielt, konnte er sicher sein, dass er den Weg gefahrlos passieren konnte. „Zu besonderen Festen hat es damals im Harz bereits sogenannte Peitschenkonzerte gegeben, bei denen im Takt der Musik geknallt wurde“, sagte Saatze. Ebendies zeigten sie dem Ebergötzer Publikum.

Von Vera Wölk

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