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Dorfversammlung soll Gemeinschaft fördern

Waake Dorfversammlung soll Gemeinschaft fördern

In Dorfversammlungen sollen die Bürger von Waake und Bösinghausen kontinuierlich an Entwicklungen in ihren Heimatdörfern beteiligt werden. Die Mitglieder des Gemeinderates Waake haben am Donnerstagabend einem entsprechenden Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen unterstützt.

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Quelle: GT

Waake. Ziel sei es, den Bürgern noch mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu geben, erläuterte Initiatorin Kerstin Großelindemann. Die Versammlungen, die in vierteljährlichem Abstand ausgerichtet werden könnten, böten ihnen eine Plattform, Vorstellungen und Ideen für die Weiterentwicklung der Lebensqualität in ihrem Dorf einzubringen und zu diskutieren. Anschließend könnten die entwickelten Konzepte gemeinsam umgesetzt werden.

Dorfgemeinschaft soll wachsen

„Es wäre toll, wenn Leute aus vielen Bereichen des Dorflebens dazukämen“, so Großelindemann. Potenzielle Themen seien unter anderem die Geschichte des Dorfes, die Anlage von Wildblumenwiesen auf kommunalen Flächen, Mobilität und die Umsetzung der Ergebnisse der Bürgerbefragung zu den Gemeindeimmobilien.

Die Dorfversammlung könne als „gestaltende Kraft“ neben vorhandenen Strukturen, aber unabhängig von ihnen neue Impulse in die Dorfgemeinschaft tragen, Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen zusammenbringen und so dazu beitragen, die Dorfgemeinschaft zu vertiefen.

Großelindemann verwies darauf, dass der Landkreis Göttingen diese Form der selbstverantwortlichen Beteiligung mit dem Projekt Dorfmoderation unterstütze. Einwohner würden geschult, im eigenen Dorf die Dorfversammlung zu moderieren, Prozesse zu entwickeln und Menschen zusammenzubringen.

Unterstützend tätig werde der Landkreis in der Beratung und im eventuellen Einwerben von Fördermitteln, erläuterte sie. Das Gemeinderatsmitglied kündigte an, dass sie die erste Versammlung initiieren würde und die Demografiebeauftragte des Landkreises, Regina Meyer, bereit wäre, daran teilzunehmen.

Verwaltung begrüßt Projekt

Gemeindebürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU) verwies darauf, dass die Verwaltung das Projekt, das zur Weiterentwicklung des dörflichen Zusammenlebens und der dörflichen Strukturen beitragen könne, „grundsätzlich unterstütze“. Es dürfe allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass ansonsten nichts in Waake passiere.

Unterstützung signalisierte auch Martina Ehlers für die SPD. „Wo Hilfe gefordert ist, werden wir sicherlich auch unseren Teil dazu beitragen und mittragen“, sagte sie.

Thomas Georg Krull (CDU) erinnerte daran, dass es bereits viele Veranstaltungen in der Gemeinde gebe, in denen die Bürger eingebunden würden und ihre Meinung äußern könnten. Zum „Gemeinschaftsleben“ würden unter anderem Vereine und Feuerwehr beitragen.

Von Axel Artmann

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