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Eisflächen gefährlich

Polizei und Feuerwehr warnen Eisflächen gefährlich

Trotz roter Fahnen sind am Montag „Draufgänger“ über den Göttinger Kiessee und den Seeburger See geschliddert. „Es darf eigentlich keiner auf den Kiessee“, so ein Sprecher der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH. Auch der Appell von Seeburgs Bürgermeister Martin Bereszynski (CDU), den Seeburger See nicht zu betreten, blieb ungehört.

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Trotz roter Warn-Flagge betreten immer wieder Menschen den Göttinger Kiessee. 

Quelle: Dwengere

Seeburg. Erst am Freitag hatten die Feuerwehren aus Seeburg und Bernshausen bei frostigen Temperaturen eine Einsatzübung zur Personenrettung mit Eisrettungsschlitten und Überlebensanzügen zum Eigenschutz. Schlittschuhlaufen sei auf dem See eigentlich ohnehin nicht erlaubt, sagt Seeburgs Ortsbrandmeister Marcel Peter und warnt vor dem Betreten des Sees, um sich nicht in Gefahr zu bringen: „Wir sind zwar für den Notfall vorbereitet, freuen uns aber umso mehr, wenn er nicht eintritt.“ Das Eis auf dem Seeburger See sei zurzeit weniger als zehn Zentimeter dick. Der See werde zunächst nicht freigegeben, bedauerte Bereszynski. Gleiches gilt für den Wendebachstausee. Dieser sei „nicht freigegeben“, sagte Gleichens Bürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD). Ein Betreten des gefrorenen Stausees sei grundsätzlich „nicht gestattet“. Auch in diesem Fall handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit, meinte Kuhlmann.

Der Göttinger Kiessee war zuletzt im Februar 2012 ausreichend zugefroren, damit die weißen Fahnen gehisst werden konnten. Über eine mögliche Freigabe in diesem Jahr sagt der Geschäftsführer der GoeSF, Alexander Frey: „Wir freuen uns, wenn das gelingt“. Allerdings könne sich die GoeSF die Entscheidung nicht leicht machen, denn: „Wenn wir freigeben, müssen wir damit rechnen, dass viele Menschen gleichzeitig das Eis betreten“. Bis zu 8000 Menschen waren es vor vier Jahren – zu viel für die momentane Eisdecke.

Erst ab einer Eisschicht von zwölf Zentimetern Dicke wird der Kiessee zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen freigegeben. Noch beträgt die dickste Stelle aber nur neun Zentimeter. Damit sei das Betreten des gefrorenen Gewässers untersagt und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, die im Zweifelsfall von der Polizei geahndet werden könne, teilte Frey mit. Damit das unbedenkliche Eislaufen möglich wird, wären Frey zufolge noch drei bis vier klirrend kalte Nächte nacheinander nötig. „Dann“, sagte der Geschäftsführer, „fahren wir auch gerne mit dem Trecker darauf und schieben Eisbahnen frei“. Zudem sei das Eis im Augenblick sowieso „uneben wie Schmirgelpapier“, da werde es mit richtigen Kufen schwierig, meinte Frey. Der gefallene Schnee habe die zwischenzeitlich angetaute Oberfläche bedeckt, wodurch das darunter liegende Eis nicht wieder gleichmäßig gefroren sei. Ohnehin sei der Anblick trügerisch, denn die oberste Schicht besitze keine Tragfähigkeit. „Alles, was oben daraufliegt, muss man in Abzug bringen“ zur Eisdicke, sagte Frey.

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