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Entwicklung beim Pferdehof in Waake

Umzug nach Teistungen Entwicklung beim Pferdehof in Waake

Nach außen war es still geworden um den Reiterhof in Waake. Nachdem der Landkreis die Pferdehaltung in der aktuellen Form nicht weiter genehmigte, suchte Lisa Gaarz ein neues Domizil. Fündig wurde sie auf dem ehemaligen Gelände des Gartenbau- und Pflanzencenters Bressler in Teistungen.

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Arbeiten, um das neue Gelände in Teistungen für den Reiterhof vorzubereiten.

Quelle: r

Waake / Teistungen. „Der Landkreis Göttingen hatte eine Nutzungsuntersagung für mehr als zwei Pferde ausgesprochen“, beschreibt Landkreis-Pressesprecherin Andrea Riedel-Elsner die aktuelle Situation. „Dagegen hat die Familie Gaarz Widerspruch eingelegt.“ Derzeit werde hierzu auf die Stellungnahme eines Immissionsschutzgutachters zur Widerspruchsbegründung gewartet. Danach soll nach Angaben von Riedel-Elsner ein Bescheid ergehen. Die vorhandene Nutzung sei  nicht (bau)genehmigt und in der vorhanden Größenordnung aus Gründen des Planungs-, Immissionsschutz- und Abfallrechts auch nicht genehmigungsfähig, hatte die Begründung des Landkreises im vergangenen Jahr gelautet.

Makler unterbreitete Angebot

In der Zwischenzeit war Familie Gaarz nicht untätig. Lisa Gaarz, die seit 2012 eine Reitschule betreibt, startete ihre Suche zunächst in der Region, fand aber keine passende Alternative. Also weitete sie die   aus, besichtigte Höfe in Osterode, Diepholz und im Waldecker Land. „Dann wurde ich von einem Makler angesprochen“, erzählt sie. Dieser habe gehört, dass sie ein Gelände für einen Pferdehof suche. „Er sagte, dass er vielleicht das passende Objekt im Angebot habe“, so Lisa Gaarz. Er zeigte ihr das Gelände an der Bundesstraße 247. Endlich hatte sie ein Grundstück gefunden, das ausreichend Platz bot.

Offenstall mit Auslaufhaltung

Der vordere Bereich an der Straße, der zu Bresslers Zeiten als Ausstellungsfläche genutzt wurde, soll zukünftig der neue Lebensraum der Pferde werden. „Wie in Waake planen wir auch hier einen Offenstall mit Auslaufhaltung“, sagt Lisa Gaarz. Die dort stehende Halle sollen die Pferde als Unterstand nutzen, aber auch jederzeit die Möglichkeit haben, sich auf dem Gelände frei zu bewegen. „Dort wartet noch einiges an Arbeit“, erklärt Thomas Ahlbrecht-Gaarz, der bei den Arbeiten hilft. So gebe es noch die ganzen Umrandungen aus Eisenbahnschwellen der ehemaligen Planzbeete, die noch entfernt werden müssten. Der Boden müsse für den späteren Gebrauch vorbereitet werden, ergänzt Lisa Gaarz. Und auch die Zäune müssten noch gebaut werden.

Kinder bleiben treu

Die Pläne gehen aber noch weiter, erklärt die Reitlehrerin. Im hinteren Bereich des Geländes, soll auf einer freien Fläche ein überdachter Reitplatz mit den Maßen 20 mal 40 Meter gebaut werden. Dort will die gelernte Physiothearpeutin, die auch Pferdeosteopathin ist, ihre Schüler unterrichten und dabei auf den richtigen Sitz und die passende Ausrüstung achten. Zahlreiche ihrer Schüler aus Waake wollen ihr die Treue halten und künftig in Teistungen ihrem Hobby nachgehen. Und das hätten einige auch schon gezeigt, als sie zum Helfen nach Teistungen kamen. Eine große Menge an Pflastersteinen haben sie abgeputzt und sauber auf Paletten gestapelt, erklärt Mutter Astrid Gaarz. Tochter Lisa ergänzt, dass manche Kinder schon geschaut hätten, wie sie die zweistündige Busfahrt bewältigen könnten, um möglichst oft bei den Pferden zu sein. Auch in Waake wären viele Kinder mehrfach in der Woche und zum Teil täglich vorbeigekommen, weil sie die Pferde lieben.

Umzug im Herbst

Noch steht Familie Gaarz eine Menge Arbeit bevor, ehe Lisa die Tiere zu sich holen kann. Der Umzug der acht Ponys sei für den Herbst geplant. Nur zwei Tiere werden bei Astrid Gaarz bleiben. "Das ist jetzt schon ein komische Gefühl", sagt sie. Mit dem Landkreis Eichsfeld seien die notwendigen Maßnahmen für den neuen Standort besprochen, sagt Lisa Gaarz, sodass ihnen ein ähnliches Schicksal wie in Waake erspart bleiben sollte.

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