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Filmvorführungen und Fördermöglichkeiten

Landwirtschaftsmuseum Waake Filmvorführungen und Fördermöglichkeiten

Als Filmvorführraum hat Waakes Ortsheimatpfleger Willi Hartmann die Kutschenausstellung im Landwirtschaftsmuseum Waake eingerichtet. Als eine der ersten Besucherinnen berichtete Charlotte Kalla, Museumsvolon­tärin beim Landschaftsverband Südniedersachsen, über Förder­möglichkeiten für das Museum.

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Gespräch in der historischen Bauernstube (v. li.): Petra Rosenplänter, Rainer Uthmann, Willi Hartmann und Charlotte Kalla.

Quelle: Peter Heller

Waake. Die Entwicklung der kulturellen Bildung in ehrenamtlich geführten Museen stelle das Hauptziel des Modellprogramms „KuBi Regio“ dar, teilte Kalla mit. Mit dem vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Programm soll die kulturelle Kinder- und Jugendbildung im ländlichen Raum gefördert werden. Wenn Kinder und Jugendliche etwas direkt selber machen, nehmen sie sich der Sache auch eher an, formulierte Kalla die Begründung. Anfassen und ausprobieren seien sehr wichtige Faktoren dabei. Für die konkrete Ausgestaltung seien die Landschaftsverbände verantwortlich. In Südniedersachsen liege nach Kallas Angaben die Konzentration auf ehrenamtlich geführten Museen und museumspädagogischen Angeboten. Ihre eigene Stelle werde zur Hälfte auch über das Programm gefördert.

Kalla erklärte, dass es zunächst um eine Bestandsaufnahme und Grobplanung gehe. Allerdings seien bereits zwei größere Projekte initiiert worden. Eines beschäftige sich mit dem Keramikum in Fredelsloh. „Dieses sollen sich Schüler der KGS Moringen mit Hilfe von einer Internetseite aneignen“, sagte Kalla. Das zweite Projekt laufe mit dem Meierhof in Hattorf. Dieser müsse saniert werden. „Der Verein für Plattdeutsch und Dorfgeschichte Hattorf ist sehr interessiert, viele Aktionen mit Schulen zu machen“, berichtete die Museumsvolontärin. Deshalb solle dies bei den Sanierungsarbeiten berücksichtigt werden und gleich den Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden.

Hilfe bei Suche nach Fördermöglichkeiten

Außer den beiden großen Projekten bestünden aber für alle anderen ehrenamtlich geführten Museen auch Fördermöglichkeiten, erklärte Kalla im Gespräch mit Hartmann und Petra Rosenplänter, für die Arbeitsgruppen zuständiges Vorstandsmitglied im Heimatverein Waake-Bösinghausen. Dazu habe der Landschaftsverband eine allgemeine Beratung. „Ich selber verwalte keinen Fördertopf, kann aber beim Stellen der Anträge behilflich sein“, so Kalla. Der Landschaftsverband könne bis zu 10000 Euro fördern, „wenn es in die Förderrichtlinien passt“. Über mögliche Förderungen würde viermal pro Jahr jeweils zum Ende des Quartals entschieden. Und wenn es nicht in die Richtlinien passe, könne sie Hilfe bei der Suche nach anderen Möglichkeiten anbieten.

Zusätzlich will Kalla für eine Vernetzung zwischen den Museen und Vereinen sorgen. „Dazu habe ich einen Blog aufgesetzt“, sagte sie. Den Blog auf museen.landschaftsverband.org könnten die Museen und Vereine als Plattform nutzen, um sich vorzustellen. Für 2018 habe sie auch ein Austauschtreffen mit den Museen der Modellprojekte geplant. Kalla erläuterte außerdem, dass der Museumsverband Niedersachsen-Bremen Fortbildungen und Qualifizierungen von Kleinstmuseen unterstütze. Darüber hinaus wolle der Verband, dass auch kleinere Museen das Museumsgütesiegel erhalten.

Willi Hartmann und Charlotte Kalla vor der Filmleinwand in der Kutschenausstellung

Willi Hartmann und Charlotte Kalla vor der Filmleinwand in der Kutschenausstellung.

Quelle: Peter Heller

Zukunftsplanung

Rosenplänter berichtete im Gegenzug von einigen Dingen, die für die Zukunft des Landwirtschaftsmuseums geplant seien. So sollen witterungsbeständige Tafeln über die Exponate in der Ausstellung informieren. Weiterhin soll das Museum zukünftig an einem festen Tag geöffnet sein, eventuell mit Schmiedevorführungen und Kaffeeausschank. „Es hat sich als Ausflugsziel etabliert“, sagt sie. Mittlerweile sei auch Kontakt zu den Händelfestspielen aufgenommen worden. Die Ruine auf dem Gutshof sei mit Spendengeldern und Eigenleistung von Hartmann und seinen Helfern hergerichtet worden. Dort könnten Konzerte stattfinden. Geplant sei zum Beispiel ein Konzert der Reihe „Kultur im Kreis“. Die aktuellste Neuerung bilden die Filmvorführungen in der Kutschenausstellung. „Wir zeigen dort Filme, die das historische landwirtschaftliche Handwerk thematisieren“, sagt Hartmann. Dabei haben die Besucher die Platzwahl zwischen Stuhl und Kutschbank.

Von Rüdiger Franke

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