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Graffiti für Jugendraum

Ebergötzen Graffiti für Jugendraum

Mit einem Graffiti-Schriftzug haben die Jugendlichen in Ebergötzen die Wand neben der Eingangstür gestaltet. Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Stefan Wacker aus Kassel arbeiteten sieben Jugendliche an dem Werk.

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Jugendliche gestalten den Schriftzug in knalligen Farben.

Quelle: Helge Schneemann

Ebergötzen. Mit einem Graffiti-Schriftzug haben die Jugendlichen in Ebergötzen die Wand neben der Eingangstür gestaltet. Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Stefan Wacker aus Kassel arbeiteten sieben Jugendliche an dem Werk.

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Jugendliche gestalten Schriftzug für Jugendraum in Ebergötzen

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Die Idee zu dem Graffiti-Workshop kam nach Angaben des Jugendreferenten der Samtgemeinde Radolfshausen Rainer Uthmann von den Jugendlichen gekommen. Er habe sich daraufhin nach Graffiti-Künstlern erkundigt und mit Wacker Kontakt aufgenommen. Doch bevor die Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 Jahren an die Spraydose durften, erklärte Wecker ihnen zunächst die rechtlichen Grundlagen. „Denn wildes Sprayen ist eine Straftat“, betonte Wacker. Außerdem zeigte er ihnen, welche künstlerischen Ansätze es bei Graffiti gibt.

Spaß am Gestalten

Für den Graffiti-Künstler ist die Arbeit mit den Jugendlichen eine Abwechslung zu seinem Studium. „Es ist toll zusehen, dass sie Spaß haben und über den Workshop einen Kontakt zur Graffiti-Kunst bekommen“, sagt er. Für ihn war bei dem Workshop außer der Gestaltung des Schriftzuges auch wichtig, dass die Mädchen und Jungen sich selbst in der Gestaltung eines Kunstwerkes versuchten. Hierzu konnten sie auf einer Platte ein Werk für ihre Zimmer gestalten. Hierzu fertigten sie zunächst Skizzen an, die sie dann versuchten so gut es ging mit der Spraydose umzusetzen. Hierbei mussten sie allerdings feststellen, dass dies nicht so leicht ist, und daher wurde die eine oder andere Idee, die zunächst da gewesen war, dann doch wieder verworfen. „Mein ursprünglicher Entwurf ist für die Platte zu groß gewesen“, sagte die 15-jährige Julia. Ihre Platte gestaltete sie in den Farben ihres Zimmers. Für sie war der Workshop eine schöne Erfahrung, weil die Jugendlichen gemeinsam etwas für ihren Jugendraum gestaltet haben. Für einen bunten Hintergrund für ihren in Schwarz gestalteten Schriftzug entschied sich Johanna. Die 14-Jährige hatte nach eigenen Angaben großen Spaß daran etwas Neues zu gestalten.

Schriftzug in Pink, Gelb und Schwarz

Die Skizze für den Schriftzug „Jugendraum“, der jetzt auf die jugendlichen Benutzer des Raumes hinweist, hatte Wacker entworfen. „Ihnen hat er gefallen, und daher haben wir ihn auch so umgesetzt“, sagte der Künstler. Die Jugendlichen konnten sich aber die Farbgestaltung des Werkes selbst überlegen. Genutzt wurde hierfür unter anderem Pink, Gelb und Schwarz. Während die Mädchen und Jungen an der farblichen Gestaltung des Kunstwerkes arbeiten, stand Wacker dabei und überwachte die Aktion und stand den Jugendlichen bei Fragen zur Verfügung. „Ich möchte, dass die Jugendlichen möglichst viel selbst machen. Denn so können sie den Umgang mit der Spraydose am besten lernen“, erklärte Wacker. Für die Jugendraumnutzer ist der Schriftzug ein schönes Erkennungszeichen für ihren Raum. „Der Schriftzug ist wirklich cool. Vor allem ist es toll, dass wir uns die Farben selbst aussuchen und selbst sprayen dürfen“, sagte Miriam (15). Mit dem Workshop zufrieden war auch die 17-jährige Luise, die sich vor allem darüber freute, dass die Jugendlichen jetzt sagen können, dass sie etwas selbst für ihren Jugendraum gestaltet haben.

Finanzierung durch Kinder- und Jugendbüro

„Die Finanzierung der Aktion hat das Kinder- und Jugendbüro übernommen“, berichte Uthmann. Für den Jugendreferenten war es ein schönes Zeichen, dass sieben der derzeit zehn Jugendraumnutzer zum Workshop gekommen waren. „Das zeigt, dass sie wirklich Interesse haben“, sagte Uthmann. Das Ergebnis des Workshops gefällt ihm gut, und wird die Jugendlichen länger daran erinnern, dass sie dies als Team erschaffen haben.

Von Vera Wölk

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