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Hilfsgüter für die ungarische Partnerstadt Aba

Ebergötzen Hilfsgüter für die ungarische Partnerstadt Aba

Zum fünften Mal fährt der Eber­götzer Reinhard Haschke mit Hilfsgütern in die ungarische Partnergemeinde Aba. Gemein­sam mit Bernd Laukamp hatte der 64-Jährige die Idee für den vor­weihnachtlichen Transport nach Ungarn entwickelt. Mittlerweile hat sich die Aktion in der Radolfs­häuser Gemeinde etabliert.

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Die Helfer in Ebergötzen laden die Hilfsgüter für die ungarische Partnergemeinde Aba in die Fahrzeuge.

Quelle: Foto: Bänsch

Ebergötzen. „Besonders freue ich mich, dass sich einige junge Mitfahrer gefunden haben“, berichtete Haschke. In diesem Jahr ist er gemeinsam mit seinem Sohn Niklas sowie Stefan Pietzek auf den rund 1100 Kilometer langen Weg gemacht. „Beide waren bereits mit nach Ungarn gefahren“, sagte der Initiator. Vollgeladen wurder der Transporter des örtlichen Apothekers Roland Böhme und ein 3,5-Tonner der Feuerwehr Seulingen. „Unser Samtgemeindebürgermeister Arne Behre hat sich um die Zusage des Gemeindebrandmeisters für die Nutzung des Seulinger Fahrzeugs gekümmert“, erzählte Haschke.

Haschke selbst fahre seit 21 Jahren nach Ungarn. „Da haben sich richtige Freundschaften entwickelt“, erzählte er. Er sei bereits zu zahlreichen privaten Feiern eingeladen worden, darunter auch einige Hochzeiten. Besonders die Gastfreundschaft sei immer wieder bemerkenswert. „Die Ungarn geben einem ihr letztes Hemd“, sagte er. Und vor drei Jahren hatte der Bürgermeister der Partnerstadt dann eine besondere Überraschung für ihn vorbereitet. Er ernannte Haschke zum Ehrenbürger. „Alle hatten es gewusst nur ich nicht“, erzählte der Geehrte. Dabei habe er an der Veranstaltung eigentlich gar nicht teilnehmen wollen, da sein Sohn sich einen Ausflug zum Plattensee gewünscht hatte.

Mit den Transporten wollten Haschke und der mittlerweile verstorbene Bernd Laukamp besonders den sozial schwächeren Menschen in Aba helfen. „Dabei können wir sicher sein, dass unsere Hilfe an der richtigen Adresse ankommt“, erklärte er. Die Gemeinde räume für die Hilfsgüter aus Ebergötzen in der Schule ein Klassenzimmer. Vor Ort würden sich die stellvertretende Direktorin, die Sozialwartin und die Kindergartenleiterin um die Verteilung kümmern.

Die Helfer in Ebergötzen laden die Hilfsgüter für die ungarische Partnergemeinde Aba in die Fahrzeuge

Die Helfer in Ebergötzen laden die Hilfsgüter für die ungarische Partnergemeinde Aba in die Fahrzeuge.

Quelle: Arne Bänsch

Die beiden Fahrzeuge sind auch in diesem Jahr wieder bis unter das Dach vollgepackt. „Wir haben einige Fahrräder und Rollatoren dabei“, berichtete Haschke. Darüber hinaus hätten die Bürger aus Ebergötzen und Holzerode auch große Mengen an Anziehsachen, Schuhen und Bettwäsche abgegeben. Besonder häufig würden Kindersachen abgegeben.. „Seit acht bis zehn Wochen sammeln wir die Dinge“, so Haschke weiter. Die meisten würden sich auch an die Vorgaben halten, nur saubere, gewaschene und zusammengefaltete Sachen abzugeben. Allerdings habe es auch einen Fall gegeben, bei dem aus 25 abgegebenen Säcken nur ein großer Karton übrig geblieben sei.

Die Partnerschaft sei vor 20 Jahren entstanden, berichtete Haschke. 1996 sei die Gemeinde Ebergötzen mit zwei Bussen erstmals nach Aba gefahren. Seitdem habe sich die Partnerschaft stetig weiterentwickelt. Besonders die Vereine seinen aktiv daran beteiligt. Im kommenden Jahr sind die Ungarn wieder zu einem Besuch nach Ebergötzen eingeladen. Dafür sammeln die Ebergötzer bereits bei allen großen Feiern wie dem Schützenfest und der Kirmes. Das Geld sei dafür bestimmt, auch denen die Fahrt zu ermöglichen, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

Von Rüdiger Franke

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