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Mehrgenerationenwohnen als neue Idee

Gemeindehaus Waake Mehrgenerationenwohnen als neue Idee

Die Gemeinde Waake soll ihr Gemeindehaus im Ergebnis einer Einwohnerbefragung nicht mehr weiter betreiben. Die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Großelindemann (Grüne) schlug im Rat der Gemeinde vor, über die Möglichkeit des Mehrgenerationenwohnens nachzudenken.

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Das Gemeindehaus in Waake soll nicht weiter von der Gemeinde betrieben werden.

Quelle: Rüdiger Franke

Waake. Die Gemeinde hatte die Meinung der Bürger abgefragt, was mit den gemeindeeigenen Immobilien geschehen soll. Von 1128 Wahlberechtigten (803 aus Waake und 325 aus Bösinghausen) hatten sich 664 (532/211) an der Einwohnerbefragung beteiligt. Das entspreche einer Beteiligung von 65,87 Prozent, berichtete Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU). Dabei habe festgestellt werden können, dass insbesondere die Jungwähler ab dem 14. Lebensjahr nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht hätten.

Die Bürger konnten zwischen zwei Alternativen wählen. Die erste, für die sich 60,16 Prozent entschieden, sehe vor, dass die Gemeinde das Gemeindehaus (Mehrzweckhalle) nicht mehr weiter betreibe. „Bis hin zu einer Trennung von der Immobilie“, wie Vietor sagte. Dafür solle sich die Gemeinde im Gegenzug auf das Dorfgemeinschaftshaus konzentrieren und dieses zum Beispiel mittels eines Anbaus einer flexibleren Nutzung zuführen. 36,34 Prozent bevorzugten die zweite Alternative, dass beide Immobilien weiter Gemeindeeigentum blieben und der status quo beibehalten würde.

Anfrage zur Anmietung liegt vor

Vietor erklärte, dass eine Anfrage zur Anmietung des Gemeindehauses vorliege. Ein Onlinehändler würde 1000 Euro Miete zahlen. Darüber hinaus würde für die Gemeinde der Unterhalt von 10000 Euro pro Jahr wegfallen. Auch habe er mit den Eigentümern der Nachbarimmobilie gesprochen, zu der das Grundstück vor dem Gemeindehaus zähle. Diese seien grundsätzlich bereit, im Falle eines Verkaufs ihr Gebäude mitzuverkaufen.

Großelindemann stellte ihre Idee eines Mehrgenerationenwohnens in eigenen Wohneinheiten. „Das würde eine größere Lebendigkeit in der Dorfmitte bedeuten“, sagte sie. Das müsse aber von den Nutzern selbst umgesetzt werden. Die Gemeinde könne nur den Anstoß geben.

Arbeitsgruppe für Ausbau

Zum Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses berichtete Vietor, dass im Verwaltungsausschuss überlegt worden sei, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich darum kümmere. Martina Ehlers (SPD) schlug vor, dass in der Gruppe auch Vertreter der Vereine integriert werden sollten.

Bevor es zu einer Ausschreibung komme, soll mit spezialisierten Architekten Kontakt aufgenommen werden. Die Verwaltung plane, im kommenden Jahr die Weichen für die konkrete Weiterentwicklung beider Immobilien endgültig zu stellen, erklärte Vietor.

Von Rüdiger Franke

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