Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Neubau Altenpflegeheim in Holzerode

Planungen nach den Ferien Neubau Altenpflegeheim in Holzerode

„Wir machen mit den Planungen für den Neubau nach den Sommerferien weiter“, sagt Markus Müller, Heimleiter des Altenpflegeheims Müller in Holzerode. Der Rat der Gemeinde Ebergötzen hat den Bebauungsplan Nummer 32 „Altenwohnheim“ beschlossen. Es hatte keine Einwendungen der Bürger mehr gegeben.

Voriger Artikel
Nächste Förderrunde für Familienzentrum
Nächster Artikel
45 Pferde beim Holzrücketag am Start

Holzerode. „Wir brauchen in Zukunft andere Wohnformen“, sagt Müller mit dem Hinweis darauf, dass die Menschen immer älter würden. Auch Demenz trete immer häufiger auf. Deshalb würden für den Neubau auf dem an das jetzige Heim angrenzenden Grundstück größere Einzelzimmer geplant. „Die Menschen wollen sich im Alter wohlfühlen. Das ließe sich in Holzerode gut umsetzen. Und auch die Nachfrage sei bereits vorhanden. „Uns erreichen schon Anfragen per Telefon oder per Mail, wann die Wohnungen fertig sind“, erzählt der Heimleiter. Es kämen auch Anfragen aus Göttingen, sagt er. Doch im Moment müssten sich die Interessenten noch gedulden. „Nach den Ferien setzen wir uns mit dem Architekturbüro zusammen und besprechen das weitere Vorgehen“, so Müller. Seine Familie hätte vor drei Jahren mit den Überlegungen zu einem Neubau begonnen, erzählt er. „Wir haben deshalb auch recht früh mit der Bürgerbeteiligung angefangen“, so Müller. Das sei nur fair, wenn man seit 1971 am Ort sei.

Keine Einwendungen der Bevölkerung

Rechtskräftig sei der Beschluss des Rates der Gemeinde erst, wenn der Erschließungsplan vorliege und veröffentlicht sei, erklärte Michael Keller vom für die Bebauungspläne der Gemeinde zuständigen Planungsbüro. Der Plan habe zuletzt in der zweiten Phase der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden öffentlich ausgelegen. Während es seitens der Bevölkerung keine Einwendungen mehr gegeben habe, hätte der Landkreis Göttingen noch einige Anmerkungen zu redaktionellen Änderungen gegeben. Auch beim Eintrag des Gebietes habe es nach Kellers Angaben  einige Abstimmungen mit dem Landkreis gegeben. Ursprünglich sei überlegt worden, ein Sondergebiet in den Bebauungsplan einzutragen. In anderen Landesteilen sei dies möglich. Doch der Landkreis hätte sich dagegen ausgesprochen. „Dann haben wir ein Wohngebiet festgelegt, weil das Wohnen im Heim im Vordergrund steht“, so der Planer. Doch hier habe der Landkreis darauf hingewiesen, dass es auch eine Mischnutzung gebe. So weiche der Eintrag jetzt vom Flächennutzungsplan ab,  aber nur in der Darstellung und nicht in der realen Nutzung.

Keine Möglichkeit für Gewerbebetriebe

Trotz der Anlage eines Mischgebietes gebe es aber keine Möglichkeit, dass an der Stelle ein Gewerbegebiet entstehe und sich Betriebe ansiedeln. „Das ist durch den vorhabenbezogenen Bebauungsplan nicht möglich“, so Keller. Und noch einen weiteren Vorteil habe die Wahl eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Gemeinde. „Dieser kann vorbehaltlos aufgehoben werden, wenn der Investor sein Vorhaben aus irgendwelchen Gründen nicht umsetzen sollte“, erklärt Keller. Für den Fall würde dann die alte Fassung wieder in Kraft treten und die Teilaufhebung der Bebauungspläne 025 „Am Mühlenwege“ und 026 „Unter der Struthbreite“ rückgängig gemacht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017