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Eisiges Vergnügen mit Rekord

Neujahrsanschwimmen der DLRG im Seeburger See Eisiges Vergnügen mit Rekord

Das 13. Neujahrsanschwimmen hat am ersten Tag im neuen Jahr mehr als 400 Schaulustige an den Seeburger See gelockt. Nach sechs eisfreien Jahren mussten Strömungsretter der DLRG dieses Mal den Eischollen mit der Axt zu Leibe rücken, um Platz zu schaffen für ein unbeschwertes Neujahrsspektakel.

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Quelle: GS

Seeburg. Wegen des eisigen Überzugs verzichteten die Veranstalter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Eichsfeld auf das obligatorische Springen vom Steg, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Schnell wurde klar, dass es einen Teilnehmerrekord geben würde. 48 Wagemutige hatten sich für das Eisbaden in die Listen eingetragen.

Als Umkleidegelegenheit hatten die Mitarbeiter der DLRG im Freibadbereich unweit des Ufers ein Zelt aufgebaut, das im Inneren mittels Warmlüfter stark aufgeheizt wurde. Und das hatte seinen besonderen Grund. Der Eichsfelder DLRG-Vorsitzende Dieter Arend, der wieder die organisatorischen Fäden zog, erklärte, dass der Körper eines Menschen, bevor er mit dem eiskalten Wasser in Berührung kommt, zuvor auf eine bestimmte Temperatur gebracht werden müsse. Noch vor dem Startschuss hatten die Strömungsretter eine Wassertemperatur von gerade 1,9 Grad gemessen. Davon ließen sich die jungen und älteren mutigen Schwimmer jedoch nicht abhalten und starteten um 14 Uhr Richtung See. Dabei wurden sie von den zahlreichen Zaungästen, die sich am Ufer und auf dem Steg die besten Plätze gesichert hatten, lautstark unterstützt. Schließlich stürzten sich die unentwegten Neujahrsschwimmer ins eiskalte Nass. Die meisten hielten es nicht länger als zwei Minuten im frostigen Wasser aus und machten sich aber nach einer kurzen Aufwärmphase daran, ihren Mut ein zweites Mal unter Beweis zu stellen.

„Die Sicherheit der Schwimmer steht immer an erster Stelle. Während der gesamten Veranstaltung stehen zwei Lebensretter bereit, die im Ernstfall sofort einschreiten können“, sagte Arend, der vor der Neujahrsgaudi die mutigen Badegäste darauf hingewiesen hatte, dass  die Teilnahme am Neujahrsanschwimmen wie immer auf eigen Verantwortung geschehe. Das wusste auch Patricia de Koning aus Den Haag, die bereits zum zweiten Mal dabei war. „Wir sind mit ein paar Freunden hier und haben Silvester gefeiert. Klar ist das unser Risiko mitzumachen. Aber kommt man aus dem eisigen Wasser heraus, fühlt man sich wie neugeboren.“

Von Gregor Mühlhaus

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