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Gemeinde vergibt drei Ehrenamtspreise

Neujahrsempfang in Waake Gemeinde vergibt drei Ehrenamtspreise

Rund 150 Bürger haben am Neujahrsempfang der Gemeinde Waake teilgenommen. Dabei stand neben der Rede des SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann vor allem die Verleihung der Ehrenamtspreise im Fokus. Außerdem verabschiedete Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU) ehemalige Ratsmitglieder.

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Die Findungskommission habe sich auch in diesem Jahr dazu entschlossen, den Ehrenamtspreis der Gemeinde Waake dreimal zu vergeben.

Quelle: RF

Waake. Waake liege zentral im neuen Großkreis, sagte Vietor in seiner Begrüßung, direkt am Verbindungsnabel der zusammenwachsenden Landkreise Göttingen und Osterode, der Bundesstraße 27. Und mit dem neuen Radweg zwischen Waake und Ebergötzen sei auch der Roringer Berg kein Hindernis mehr für Göttinger E-Bike-Fahrer. Für diese erschließe sich an Waake vorbei nun das gesamte Eichsfeld mit dem Seeburger See. "Und wir müssen uns mit inseren beiden wunderschönen Museen nicht hinter dem Europäischen Brotmuseum verstecken", so der Bürgermeister.

"Leider ist das Leben auch hier in der Gemeinde auch immer wieder vom Stnad im Portemonnaie abhängig", gab Vietor den Gästen einen kurzen Überblick über den finanziellen Stand der Gemeinde, "ohne Sie mit Zahlen langweilen zu wollen". Der Bankkontostand der Gemeinde habe zum Ende des vergangenen Jahres knapp 250000 Euro angezeigt, etwa 60000 Euro mehr als im Vorjahr. Schulden bestünden lediglich in Verbindlichkeiten von rund 145000 Euro für das Sparkassengebäude. Trotz der nach 2017 verschobenen Investitionen für Straßenbeleuchtung und Bürgersteigsanierung sollte sinnvollen Investitionen wie der Gestaltung der Dorfmitte nichts im Weg stehen.

Festrede von Thomas Oppermann (SPD)

Festredner auf dem Neujahrsempfang war Thomas Oppermann, der Waake zu den lebendigsten Gemeinden in seinem Wahlkreis bezeichnete, welchen er seit 1990 betreut. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion erinnerte dabei auch an Gespräche mit dem ehemaligen Bürgermeister Hans Blazy (SPD). In seiner Rede gab er einen Ausblick auf das bevorstehende Jahr, in dem in Deutschland mehrere Landtage sowie der Bundestag und der Bundespräsident gewählt würden, darüber hinaus aber auch in den Niederlanden und Frankreich wichtige Wahlen anstünden. Und nicht zuletzt sei abzuwarten, wie sich die USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump entwickeln würden.Weitere Schwerpunkte seiner Rede waren die Flüchtlingspolitik und die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland. Im Anschluss stellte er sich den Fragen der Bürger, darunter mit Blick auf die Milliardenüberschüsse zur Angst um die Rente, aber auch zu Schließungen von Schulen und Kindergärten. Ein Schulstandort sei wichtig, weil junge Familien sich häufig für den Ort entscheiden würden, in dem ihr Kind auch die Schule besuchen könnte. Angesprochen auf die angekündigte Schließung der Geburtshilfe in Duderstadt, erklärte der Politiker, dass man zwar versuchen müsse, ein Konzept zu entwickeln, um diese zu erhalten. Allerdings dürfe das auf der anderen Seite auch nicht unverhältnismäßig viel kosten. Oppermann kündigte an, dass er demnächst nach Duderstadt fahren wolle, um sich vor Ort zu informieren.   

Vietors Stellvertreterin Kerstin Großelindemann (Die Grünen) übernahm die Ehrung der Ehrenamtlichen. "Was bedeutet Ehrenamt im Dorf?", fragte sie. "Bei uns läuft doch alles, wie immer, ganz selbstverständlich." Aber genau an den Angeboten, die alle gerne und selbstverständlich nutzen, sei der wertvolle Beitrag von Ehrenamtlichen zu erkennen. "Und ich glaube, für die Menschen hier im Dorf, die all diese Angebote organisieren und sich einsetzen ist das auch ganz selbstverständlich."

Die Findungskommission habe sich auch in diesem Jahr dazu entschlossen, den Ehrenamtspreis der Gemeinde Waake dreimal zu vergeben. So engagiere sich Wolfgang Schröter seit mehr als 30 Jahren für die Gemeinde, unter anderem seit 1985 im Heimatverein. Er leite nicht nur die Führungen im Heimatmuseum und stelle Bänke für Wanderer auf, sondern habe sich auch intensiv bei der Instandsetzung des Wassertretbeckens in Bösinghausen eingebracht. "Eine ganz wichtige Sache, die Sie dem Dorf geschenkt haben, ist die Einrichtung und Organisation der Nikolausfeier für die Kinder", sagte die Laudatorin.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Michael Thäsler, der sich um die Neugestaltung des Spielplatzes an der Regenbogenschule in Waake verdient gemacht habe. Als Vorsitzender des Fördervereins habe er die Dinge in die Hand genommen. Auch das Engagement des Konfi-Teams belohnte die Findungskommission mit einem Ehrenamtspreis. Das Team bestehe zurzeit aus den Waaker Jugendlichen Selina Lorenzen, Dana Robowski, Celia Wiedenbruch, Nils Koch und Sven Trenkler sowie aus Ebergötzen Luisa Meyer und Melina Wunderlich und aus Bernshausen Erik Baumgartner. Sie würden nicht nur den Unterrichtstag für die Vorkonfirmanden vorbereiten, sondern auch das zehntägige Konfi-Camp am Edersee begleiten. Sie seien der Schatz der Konfizeit, lobte Großelindemann das Team.

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