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Lehrerinnen verlassen Grundschule

„Konflikte“ im Kollegium Lehrerinnen verlassen Grundschule

Mehrere Lehrerinnen verlassen zum neuen Schuljahr die Grundschule in Ebergötzen. Es gibt dort seit Monaten „Konflikte innerhalb des Kollegiums“. Das hat die Niedersächsische Landesschulbehörde auf Tageblatt-Anfrage mitgeteilt.

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Quelle: gt

Ebergötzen. Vor allem Eltern, deren Kinder jetzt in die vierte Klassen kommen, sind entsetzt.

Dramatische Szenen

„In der vierten Klasse fällt die Entscheidung, welche weiterführenden Schulen unsere Kinder besuchen werden“, erklärt ein Vater (Name der Redaktion bekannt). Viele betroffene Eltern hätten daher kein Verständnis dafür, dass ausgerechnet jetzt die beliebte Klassenlehrerin die Schule verlasse. „Dramatische Szenen“ hätten sich abgespielt, als die Klassenlehrerinnen der zweiten und dritten Klasse ihr Ausscheiden mitgeteilt hätten, berichtet eine Mutter (Name der Redaktion bekannt). Schüler, aber auch die beiden Lehrerinnen und anwesende Eltern hätten geweint.

 

Noch nicht abschließend geklärt

Nach Informationen der Eltern verlässt eine weitere Lehrerin die Schule, eventuell auch eine vierte. Bisher haben an der Wilhelm-Busch-Schule fünf Lehrerinnen, darunter die Schulleiterin, rund 70 Kinder unterrichtet. Die Landesschulbehörde will die Zahlen nicht bestätigen. Pressesprecherin Bianca Schöneich spricht von „Personalveränderungen“, die betroffenen Eltern mitgeteilt worden seien. Auf Nachfrage erklärt sie, dass die genaue Zahl der ausscheidenden Lehrerinnen „noch nicht abschließend geklärt“ sei. Sie betont aber, dass die Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr „gesichert“ sei.

 

Persönliche Belange

Über die Gründe für die Unstimmigkeiten schweigt die Behörde. „Wegen schutzwürdiger persönlicher Belange der Betroffenen“, so Schöneich, könne sich die Behörde „zu den Gründen für diese Personalveränderungen“ nicht äußern. „Es liegt nahe, dass die Probleme mit der Schulleiterin zu tun haben, die seit vergangenem Sommer im Amt ist“, meint die bereits zitierte Mutter. Schulleiterin Hanka Rode erklärt auf Tageblatt-Anfrage, dass sie „keine Auskünfte“ erteilen dürfe. Sie verweist auf die Landesschulbehörde.

 

Zahlreiche Gespräche

Die Behörde betont, dass sie nach „Bekanntwerden der Vorfälle“ im Dezember 2016 „umgehend reagiert“ habe. Seither seien „zahlreiche Gespräche“ mit dem Kollegium und dem Personalrat geführt worden. Die Behörde habe Elternbeschwerden „sofort und umfassend“ bearbeitet. Mit einigen Eltern habe die Behörde „Gespräche geführt“.

 

Eltern uneinig

„Wir Eltern sind uns bei der Bewertung der Situation nicht einig“, betont die Mutter. Die meisten Eltern der bisherigen Erstklässler, die von der Schulleiterin unterrichtet würden, verständen die Aufregung nicht. Auch die Eltern der Zweitklässler seien nicht so aufgebracht wie viele Eltern der Drittklässler. Der Vater berichtet von Konflikten unter den Eltern der verschiedenen Jahrgänge. Teilweise grüße man sich nicht mehr auf der Straße, sagt er.

 

Bürgermeister besorgt

Das beobachtet Radolfhausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD) mit Sorge. Die Samtgemeinde sei Schulträger, sagt er. Die Verantwortung für Personalfragen bei den Lehrern liege aber in der Hand der Landesschulbehörde. Die Samtgemeinde versuche zu vermitteln. Er als Bürgermeister wolle sich nicht öffentlich zum Streit äußern. Er hoffe nur, dass bald wieder „Ruhe“ einkehre.

 

Wechsel nach Seulingen

„Ich habe mein Kind zum neuen Schuljahr an der Grundschule in Seulingen angemeldet“, sagt der bereits zitierte Vater. Auch andere Eltern erwägten diesen Schritt. Manche wollten ihre Kinder künftig in Waake unterrichten lassen.

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