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Vorläufiger Besitzerwechsel am 15. Juli

Gemarkung Holzerode in zwei Fluren aufgeteilt Vorläufiger Besitzerwechsel am 15. Juli

Gut genutzt wurden die Informationstage zur Flurbereinigung, die das Amt für regionale Landesentwicklung (ARL) Braunschweig in Holzerode angeboten hat. „Mehr als 60 Betroffene sind zu uns in die Alte Schule gekommen, um sich zu informieren“, sagt Wenke Beyerbach, Leiterin der Projektgruppe 3.

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Patrick Wolter, Bettina Berking und Wenke Beyerbach (von links) informierten über die Flurbereinigung in Holzerode.

Quelle: rf

Holzerode. Die Gemarkung Holzerode ist neu aufgeteilt. In Richtung Norden schauend ist rechts von der Bundesstraße 446 nun die Flur zehn, links davon die Flur neun. „Ein kleines Stück im Nordwesten ist der Flur sieben in Spanbeck zugeordnet worden“, erklärt Beyerbach. Die Beteiligten der vereinfachten Flurbereinigung Holzerode seien nun zum 15. Juli vorläufig in den Besitz der neuen Grundstücke eingewiesen worden.

Die Anliegen derer, die die Informationstage nutzten, seien nach Beyerbachs Angaben sehr unterschiedlich gewesen. Manche seien gekommen, weil sie ihr neues Grundstück nicht gefunden hätten, andere seien unzufrieden mit der Neuzuweisung und hätten Änderungswünsche. „Wir werden die Änderungswünsche sammeln und in aller Ruhe auswerten“, sagt sie. Doch mit der vorläufigen Zuweisung seien die Wechsel noch nicht endgültig. „Es müssen nur alle erst einmal gleichzeitig die neuen Flächen akzeptieren und annehmen“, so Beyerbach weiter. „Sonst funktioniert das System nicht.“ Bis zum Eintrag ins Kataster blieben aber alle Eigentümer ihrer alten Flächen.

Gespräche weiter möglich

„Gewissheit herrscht erst, wenn Rechtskraft vorliegt“, sagt Beyerbach. Bis diese mit dem Eintrag ins Kataster eintrete, dauere der Prozess aber noch einige Jahre. Sie verweist auf das Beispiel in Westerode, wo sich die Beteiligten nach einigen Jahren immer noch in der selben Phase befänden wie die Holzeröder, wenn auch schon am Ende. Bis es in Holzerode soweit sei, bestehe auch weiterhin die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit den ARL-Mitarbeitern. „Die Leute können sich gern per Telefon, E-Mail oder Brief an uns wenden, wenn sie etwas beitragen wollen oder Informationen benötigen“, lädt Beyerbach zum Gespräch ein.

Wechsel als Chance

Bei einigen der Beteiligten herrsche, wie die Informationstage gezeigt hätten, die Angst, sie würden der Neuordnung verbindlich zustimmen, wenn sie die Flächen antreten und bewirtschaften. Beyerbach betont mehrfach, dass der jetzige Schritt nur eine vorläufige Besitzzuweisung sei, auch wenn dieser wegen eines zeitgleichen Wechsels in der sofortigen Vollziehung angeordnet werden müsse. So gebe es zum Beispiel eine Veränderungssperre auf den neuen Grundstücken. „Die neuen Besitzer müssen uns zumindest Bescheid sagen, wenn sie etwas grundlegend verändern wollen“, erklärt die Planerin und ergänzt: „Und nicht erst machen und hinterher mit viel Ärger wieder abbauen oder versetzen.“ Die neuen Besitzer sollten die Zeit nach der vorläufigen Besitzzuweisung als Chance begreifen, das neue Grundstück besser beurteilen zu können. „Wenn sie es bewirtschaften, haben sie auch genaue Daten zur Argumentation, falls der Boden tatsächlich schlechter sein sollte oder die Erträge geringer ausfallen.“

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