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Ab Januar Willkommensbesuche

Rosdorf Ab Januar Willkommensbesuche

Die Gemeinde Rosdorf möchte ab kommenden Jahr junge Eltern mit einem Willkommensbesuch über Hilfs-und Beratungsangebote in der Gemeinde informieren. Der Kooperationsvertrag hierzu wurde am Montag von Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) und Kreisrat Marcel Riethig (SPD) unterzeichnet.

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Magda Zynda-Elst, Sören Steinberg, Marcel Riethig und Antje Steinborn nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. Ab Januar sollen die Besuche beginnen.

Quelle: Wölk

Rosdorf. Koordiniert werden die Besuche von der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Magda Zynda-Elst. Somit ist Rosdorf im Landkreis Göttingen die erste Kommune, die die Besuche selbstständig organisiert.

Für Steinberg ist Familienfreundlichkeit ein entscheidenes Kriterium, wenn es darum geht, dass junge Familien sich dafür entscheiden, aufs Land zu ziehen. Denn wenn es für den Nachwuchs genügend Angebote gebe und vor allem die Kinderbetreuung geregelt sei, falle es den Familien leichter, sich für das Landleben zu entscheiden. „Wir wollen damit auch die kleineren Orte stärken“, sagt Steinberg. Im vergangenen Jahr seien in der rund 12 000 Einwohner umfassenden Gemeinde etwa 90 Kinder geboren worden. „Unsere Geburtenrate ist seit Jahren stabil“, so der Bürgermeister.

Angebot für junge Eltern

Vor Rosdorf haben bereits Hann. Münden, Staufenberg, Dransfeld, Adelebsen und Radolfshausen die Willkommensbesuche eingeführt. Hier werden sie allerdings von weiteren Vertragspartnern koordiniert. „Die Willkommensbesuche sind ein Angebot an Eltern, die gerade ein Kind bekommen haben“, berichtet Riethig. Denn ehrenamtliche Helfer würden bei Interesse der Familien zu ihnen nach Hause kommen, um ihnen in einem persönlichen Gespräch die Angebote vorzustellen und auch Tipps für die erste Zeit mit Kind zu geben. „Außerdem erklären sie auch, wo die Eltern bei speziellen Fragestellungen Hilfe bekommen können“, sagt Riethig. Beid en Besuchen erhalten die Familien einen Übersichtsordner, in denen Ansprechpartner und Angebote zusammengefasst sind. Denn der Übersichtsordner erleichtere es das passende Angebot zu finden ohne erst lange im Internet suchen zu müssen. Außerdem könne durch die Willkommensbesuche auch die Entwicklung von Kindern frühzeitig gefördert werden. „Wir sind dankbar, dass die Gemeinden den Landkreis bei diesem Ansatz unterstützen“, sagt Riethig.

Drei Hebammen übernehmen Besuche

In Rosdorf werden zunächst drei Hebammen die Besuche übernehmen. Zudem sollen noch Ehrenamtliche, die eine pädagogische Ausbildung haben, geschult werden. „Wir hoffen, dass sich noch Interessenten melden, die die Besuche übernehmen wollen“, sagt Zynda-Elst. „Die Willkommensbesuche und der Informationsordner sind eine gute Ergänzung zu unseren Elternbriefen, die wir in regelmäßigen Abständen an die Eltern verschicken“, sagte Steinberg. Die ersten Elternbriefe sollen deshalb auch mit in den Ordner aufgenommen werden. Außerdem möchte die Gemeinde auch die eigenen Angebote im Familienzentrum in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Bislang gibt es unter anderem einen Elterntreff, bei dem sich zwischen vier und sechs Familien montags im Familienraum treffen.

Die Besuche, die Eltern, wenn sie kein Gespräch möchten, auch absagen können, sollen etwa eine Stunde dauern. „In dieser Zeit sollen Fragen geklärt werden und gemeinsam der Ordner mit den Angeboten durchgegangen werden“, sagt Antje Steinborn vom Netzwerk „Frühe Hilfen“ des Landkreises.

Von Vera Wölk

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