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Kreisumlage drängt Rosdorfer Haushalt ins Minus

Entwurf vorgestellt Kreisumlage drängt Rosdorfer Haushalt ins Minus

Einen ausgeglichenen Haushalt kann die Gemeinde Rosdorf für das kommende Jahr nicht vorlegen: Der Entwurf, vorgestellt im Gemeinderat am Montagabend, sieht im Ergebnishaushalt 770000 Euro Defizit vor.

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Sören Steinberg

Quelle: Christina Hinzmann

Rosdorf. Das ergibt sich aus der Differenz von Ausgaben in Höhe von 16,32 Millionen Euro und Einnahmen in Höhe von nur 15,55 Millionen Euro. Zum Defizit trägt unter anderem die Kreisumlage mit einem Rekordwert von etwa 5,4 Millionen Euro bei. Im noch laufenden Haushaltsjahr waren es noch 5,1 Millionen gewesen. „Ich kann nur hoffen“, sagte Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) bei der Einbringung des Haushalts, „dass der Landkreis diese Rekordeinnahmen aller Gemeinden zum Anlass nimmt, um über die Höhe der Kreisumlage nachzudenken.“

Personalkosten steigen

Auch die Personalkosten steigen - um knapp 260000 auf 3,47 Millionen Euro. Für Kinderbetreuung und Jugendarbeit plant die Gemeinde 2,9 Millionen Euro ein. Das sind etwa 18 Prozent der Gesamtausgaben des kommenden Jahres.

Größter Haupteinnahmeblock ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer bringt 3,1 Millionen, Schlüsselzuweisungen 2,35 Millionen, die Grundsteuer 1,77 Millionen und der Gemeideanteil an der Umsatzsteuer 450000 Euro für den Haushalt 2017.

Größere Investitionen

Dem stehen einige größere Investitionen gegenüber. Bürgermeister Steinberg: „Aus dem beschlossenen Feuerwehrbedarfsplan ergeben sich Investitionen für das Feuerwehrhaus Dramfeld und die neuen Feuerwehrfahrzeuge für Dramfeld und Volkerode in Höhe von einer Million Euro.“ Für das neue Familienzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Anne-Frank-Schule sind drei Millionen Euro eingeplant - allerdings erhält die Gemeinde dafür eine Förderung des Landes im Umfang von etwa 1,7 Millionen Euro.

All das bringt den Rosdorfer Haushalt ins Minus, rechnete Kämmerin Ulrike Kaemling vor. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit einer Nettoneuverschuldung in Höhe von etwa 3,47 Millionen Euro.

Mit dem Defizit in Höhe von 770800 Euro muss die Gemeide ein neues Haushaltskonsolidierungskonzept erstellen. Darüberhinaus regte Kaemling an, die freiwilligen Ausgaben unter die Lupe zu nehmen. Und auch die Kosten der Kindergärten: Wurden dafür im Jahr 2011 noch 2,32 Millionen Euro aufgewendet, werden es 2017 bereits 3,1 Millionen sein.

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